Hansa rostock sichert sich treue der co-trainer – aufstiegstrick mit kontinuität
Hansa Rostock zieht die Notbremse vor dem Staff-Chaos und verlängert die Verträge seiner gesamten Co-Trainerriege. Dirk Flock, Markus Gellhaus und Marcus Rabenhorst bleiben Chefcoach Daniel Brinkmann erhalten – ein Machtfaktum, das im Aufstiegsrennen der 3. Liga Signalwirkung haben soll.
Die hanseaten setzen auf verlängerte seitenlinie
Seit Freitag steht fest: Wer den Zweitligaaufstieg plant, muss erst die eigene Bank sichern. Sportchef Amir Shapourzadeh unterschrieb den Vertragsakt ohne Knatsch, nachdem Flock seit November 2024, Gellhaus seit Januar 2025 und Rostocks Eigengewächs Rabenhorst seit zwei Jahren die Trainingspläne schreiben. Kein Wechselgedudel, keine Gerüchte – nur klare Kante, so die Devise.
Flock kam mit Brinkmann im November als Frischzellenpaket, Gellhaus folgte als taktischer Zusatz, Rabenhorst liefert das lokale Klub-DNA. Drei Typen, eine Marschrichtung: Aufstieg. Shapourzadeh schwärmt ungewohnt offen: „Sie ergänzen sich fachlich wie menschlich und bilden mit Daniel ein starkes Trainerteam.“

Rabenhorst liefert heimat, gellhaus den plan, flock den drive
Marcus Rabenhorst kennt jeden Flur im Ostseestadion, spielte einst selbst in Hansas Jugend und der U23. Sein Comeback als Co-Trainer war kein PR-Gag, sondern Notwendigkeit: Er spricht das Klubdeutsch, kennt die A-Jugend-Geheimnisse und kann Spielern die Angst vor dem großen Rostocker Sprung nehmen.
Markus Gellhaus again – ein Name, der bei Analysten sofort die Excel-Tabellen sprechen lässt. Seine Spielanalyse liefert Zahlen, die selbst altgediente Profis überraschen. Dirk Flock wiederum gilt als Energiebündel, das Brinkmanns Ideen mit Tempo auf den Rasen übersetzt. Das Trio funktioniert wie ein Kompass, der selbst in Sturmfluten noch nach Norden zeigt.
Die Vertragsverlängerung kommt nicht von ungefähr. Hansa liegt vor den letzten Spieltagen im Aufstiegsrennen, Punkte gegen Aufsteiger sind Pflicht, Nervenstärke Trumpf. Mit festen Co-Trainern vermeidet der Klub die übliche Sommer-Carrousel, in der neue Gesichter erst einmal Fragen statt Antworten liefern.
Signalwirkung? Laut Shapourzadeh „wichtig für unseren gemeinsamen Weg“. Klartext: Wer den Hafen Rostock verlassen will, braucht eine Crew, die das Schloch kennt. Die Vertragsdauer verrät der Klub nicht, doch intern heißt es, man habe „mittelfristig“ geplant – ein Wort, das in Fußballdeutsch selten länger als zwei Jahre bedeutet.
Ende Mai entscheidet sich, ob die Hanseaten zurück zur zweiten Liga surfen oder wieder in der dritten Welle versinken. Mit gesicherter Seitenlinie, laut Shapourzadeh, „ein entscheidender Vorteil“. Wer zahlt, schafft – und Hansa zahlte diesmal mit Kontinuität statt Millionen.
