Handball-kracher: gidsel und kristjansson im exklusiv-interview vor dem final4!

Köln bebt! Am Wochenende steigt das Handball-Champions-League-Final4, und der deutsch-deutsche Schlagabtausch zwischen SC Magdeburg und den Füchsen Berlin verspricht Handball auf höchstem Niveau. Sport BILD hat sich mit den Superstars Mathias Gidsel und Gisli Kristjansson unterhalten – und über Köln, die Rivalität und die Zukunft des Handballs gesprochen.

Die handball-magie von köln

Mathias Gidsel, der dänische Spielmacher, schwärmt von der Atmosphäre in Köln: „Köln ist die größte Handballbühne, die es gibt. Egal wie das Ergebnis, das Erlebnis ist immer schön. In einer so großen Halle und vor 20.000 Zuschauern spielen zu dürfen, ist fantastisch.“ Auch Gisli Kristjansson, Leistungsträger von Magdeburg, stimmt zu: „Wenn du nach Köln fährst, weißt du, es geht um etwas. Die Atmosphäre dort ist einfach etwas ganz Besonderes.“

Die ewige rivalität: langweilig? im gegenteil!

Die ewige rivalität: langweilig? im gegenteil!

Die beiden Teams treffen sich immer häufiger in entscheidenden Spielen. Wird das zur Gewohnheit und nervt es die Spieler? Gidsel winkt ab: „Es wird niemals langweilig, gegen Magdeburg zu spielen – im Gegenteil! Wir spielen immer gegen sie, wenn es um etwas Wichtiges geht.“ Kristjansson ergänzt: „Auf gar keinen Fall! Im Gegenteil! Das macht immer Spaß, weil es Spiele sind, in denen es eng ist und etwas entschieden werden kann. Besser geht’s nicht!“

Der nächste welthandballer?

Der nächste welthandballer?

Die Frage nach dem zukünftigen Star des Handballs drängt sich auf. Gidsel, aktuell einer der begehrtesten Spieler der Welt, lacht: „Irgendwann ja. Meine Zeit hört auch irgendwann auf, hoffentlich aber noch nicht in naher Zukunft.“ Er betont auch die Bedeutung des Teams: „Eine so Auszeichnung ist eine Momentaufnahme und sagt genauso viel über das Team aus, in dem du spielst.“

Taktische kniffe und verantwortungsverteilung

Taktische kniffe und verantwortungsverteilung

Bei den Füchsen Berlin gibt es eine klare Aufgabenverteilung. Warum schießt Gidsel keine Siebenmeter? „Ich könnte das machen, aber dafür gibt es Spezialisten“, erklärt er. „Gisli und ich haben schon sehr viel Verantwortung im Angriff. Ich finde es gut, die Aufgaben und die Verantwortung im Team zu verteilen.“ Kristjansson nickt zustimmend: „Es geht nicht darum, wer die meisten Tore wirft, sondern darum, dass wir zusammen erfolgreich sind.“

Stärken und schwächen: was erwartet uns am samstag?

Magdeburg sticht durch seine technische Präzision hervor, während Berlin auf sein Tempospiel setzt. Gidsel analysiert: „Unsere Füchse-Stärke ist das Tempospiel. Wir sind extrem gut, wenn die Frequenz im Spiel sehr hoch ist.“ Er räumt aber auch ein: „Magdeburg hat so viele gute Eins-gegen-Eins-Spieler. Der SCM spielt ohne viele technische Fehler. Das macht es hart für uns, denn wir leben von gegnerischen Fehlern und Tempo.“ Kristjansson lobt Berlins Rücklaufspiel und betont die Konstanz von Magdeburg über die gesamte Saison.

Erinnerungen und zukunftsperspektiven

Das vergangene Final4 in Köln bleibt in Erinnerung – sowohl als Triumph als auch als schmerzhafte Niederlage. Gidsel erinnert sich an seine unglückliche Rote Karte, während Kristjansson sein erstes Final4 als besondere Erfahrung hervorhebt. Die Frage nach dem dritten deutschen Startplatz in der Champions League sorgt für Diskussionen, wobei Kristjansson eine Anpassung der Qualifikationsregeln fordert.

Fußball-intermezzo und handball-künste

Neben dem Handball scheinen Gidsel und Kristjansson auch im Fußball ihr Können zu beweisen. Gidsel, selbsternannter Torschützenkönig im Training der Füchse, grinst: „Jeder weiß, dass ich bei den Füchsen Berlin der Torschützenkönig im Fußball bin. Ich stehe im Tor, wo ich aber auch eine überragende Leistung zeige.“

Das Duell zwischen SC Magdeburg und den Füchsen Berlin am Samstag in Köln wird zweifellos ein Handball-Fest. Wer am Ende die Königsklasse gewinnt, bleibt abzuwarten. Eines ist sicher: Es wird ein Spiel für die Handball-Geschichtsbücher.