Handball-helden empfangen afrikas champion – kösters härteprobe vor heim-wm

Um 18.15 Uhr fliegt die Kugel im Dortmunder Westfalenstadion – und mit ihr die Silbermedaillen der deutschen Handballer. Gegner: Ägypten, Afrikameister, WM-Viertelfinalist, Tempo-Maschine. Kein Freundschaftsspiel, sondern ein Schlagabtausch, der schon Januar 2027 schmeckt.

Köster fordert „geiles heimturnier“

Julian Köster spricht aus, was die Halle denkt: „Ich durfte schon mal ein Heimturnier spielen, das war unfassbar geil.“ Die EM-Silber-Scharte will er im eigenen Land auswetzen. Dafür muss heute ein Afrikaner brennen, der in Europa längst angekommen ist. „Extrem hohe Klasse“, sagt Köster und meint damit nicht die Hymne, sondern die Gegner-Armada aus Barcelona, Paris und Kiel.

Tom Kiesler ergänzt die Warnung: „Sehr physische, athletische Mannschaft.“ Code für: Ellbogen sind erlaubt, Zeit ist knapp. Die deutsche Abwehr muss ohne Kreisläufer-Monster Pekeler auskommen – ein Test für die neue Mitte. Coach Gíslason rotiert trotz Zeremonie-Plänen mit vollem Kader, will sehen, wer die Nerven behält, wenn GroßstadtEngel schon nach dem Sieg „Gute Laune“ einstudieren.

Silber-zeremonie vor leeren rängen?

Silber-zeremonie vor leeren rängen?

Die Band spielt, Autogramme sind Pflicht, doch der Applaus kommt nur, wenn die Kugel zuvor im ägyptischen Netz zappelte. Die DHB-Marketingabteilung hat das Programm gebündelt, weil Sonntag in Bremen keine Zeit mehr ist. Dort wartet das Rückspiel – 48 Stunden später. „Wir haben nicht viel Zeit und müssen die gut nutzen“, sagt Köster. Die Botschaft: Kein Tag zum Feiern, sondern zum Messen.

Die Heim-WM rückt mit 306 Tagen näher als gedacht. Wer heute patzt, fliegt aus dem Kader. Wer glänzt, bucht sich einen Platz im Kopf von Gíslason – und vielleicht ein neues Lied der GroßstadtEngel.