Handball-em-schock: schweden verspielt halbfinal-chance gegen ungarn!
- Herzschlagfinale in malmö: schweden scheitert an ungarn
- Claar vor dem spiel selbstkritisch
- Ungarn startet wie aus dem nichts
- Palicka hält sensationell – schweden dreht auf
- Claar trifft sipos – schiedsrichter pfeifen nicht
- Schweden mit fehlern – ungarn führt zur halbzeit
- Krimi in der schlussphase – unentschieden sichert sich ungarn
- Letzte sekunde – schweden scheitert knapp
Herzschlagfinale in malmö: schweden scheitert an ungarn
Was für ein Krimi! Die Handball-EM in Schweden erlebte gestern Abend ein wahres Spektakel. Gegen ein überraschend starkes Ungarn reichte es für die Skandinavier nicht zu mehr als einem 32:32-Unentschieden. Damit haben Schweden die direkte Qualifikation für das Halbfinale verpasst und müssen nun auf Schützenhilfe hoffen. Die Stimmung in der Malmö Arena war angespannt, nachdem die Mannschaft zuvor eine überraschende Niederlage gegen Island einstecken musste.
Claar vor dem spiel selbstkritisch
Vor dem entscheidenden Spiel gegen Ungarn hatte sich Felix Claar, der Star der Bundesliga, hart selbst kritisiert. Er wollte eine Reaktion auf die schwache Leistung gegen Island zeigen. Doch Ungarn machte den Schweden das Leben schwer. Die Ungaren sammelten ihren einzigen Punkt in der Hauptrunde durch ein 29:29-Unentschieden gegen die Schweiz, hatten aber keine chance mehr auf das Halbfinale. Trotzdem präsentierten sie sich mit einer starken Abwehr.
Ungarn startet wie aus dem nichts
Von Beginn an zeigte Ungarn, dass sie sich nicht kampflos geschlagen geben würden. Besonders Bence Imre, der Kieler, war in den ersten Minuten eine Macht. Seine zwei Tore führten zu einer frühen 7:5-Führung für die Außenseiter. Die schwedische Reaktion ließ zunächst auf sich warten. Doch dann eine unglaubliche Szene: Imre, der zuvor 17 von 19 Siebenmetern verwandelt hatte, scheiterte am schwedischen Torwart Andreas Palicka!
Palicka hält sensationell – schweden dreht auf
Stefan Kretzschmar, Dyn-Experte, war fassungslos: „Das ist doch nicht real passiert! Was für eine Parade von Palicka!“ Auch sein Kollege Mikael Appelgren zeigte spektakuläre Paraden. Dadurch konnte Schweden wieder in Führung gehen. Felix Claar steigerte sich im Vergleich zum Island-Spiel und erzielte bis zur 20. Minute bereits vier Treffer (12:11). Ungarn blieb jedoch dran und agierte eiskalt effizient.
Claar trifft sipos – schiedsrichter pfeifen nicht
In der 22. Minute kam es zu einer strittigen Szene. Felix Claar traf seinen Gegenspieler Adrian Sipos bei einem Wurf unglücklich im Gesicht. Sipos blieb benommen liegen. Kommentator Florian Schmidt-Sommerfeld vermutete: „Bei einem normalen Menschen ist die Nase dann durch!“ Claar kam ohne Strafe davon, während Sipos mit Schmerzen auf die Bank musste. Die schwedischen Fans blieben überraschend ruhig, was Kretzschmar kritisierte: „Die Kulisse finde ich ganz schön schwach.“
Schweden mit fehlern – ungarn führt zur halbzeit
Durch zahlreiche einfache Fehler im schwedischen Ballbesitz ging Ungarn mit einer 16:14-Führung in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Schweden den Druck. Trotz der anhaltenden Gefährlichkeit des Gegners kamen die Skandinavier schnell vor das Tor. Nach 36 Minuten glichDaniel Pettersson (Magdeburg) zum 19:19 aus, und Felix Claar brachte seine Mannschaft in Führung. Eine Zeitstrafe gegen Bence Imre sorgte für zusätzliche Spannung.
Krimi in der schlussphase – unentschieden sichert sich ungarn
Doch Ungarn ließ sich nicht abschütteln und kämpfte bis zum Schluss. Angetrieben vom Wunsch, sich mit erhobenem Haupt von der EM zu verabschieden, ließen sie Schweden nicht davonziehen. Eine Viertelstunde vor Schluss stand es 24:24! Ohne die Weltklasseleistungen von Felix Claar (zehn Treffer nach 52 Minuten) wäre Schweden wohl bereits abgehängt gewesen. Eine bittere Zeitstrafe gegen Oscar Bergendahl zwang Schweden in Unterzahl in die Schlussphase. Ungarn nutzte seinen Vorteil und ging zwei Minuten vor dem Ende mit 31:30 in Führung.
Letzte sekunde – schweden scheitert knapp
Albin Lagergren glich jedoch aus, und es wurde hektisch. Der schwedische Torwart hatte wenige Sekunden vor Schluss das leere ungarische Tor vor sich – verfehlte es jedoch knapp. Um Haaresbreite wäre das der Sieg gewesen! So blieb es beim leistungsgerechten 32:32-Unentschieden. Schweden ist nun als Tabellendritter hinter Kroatien und Island auf die Schützenhilfe im letzten Hauptrundenspiel gegen die Schweiz angewiesen. Ungarn hat gegen Kroatien noch eine chance, im weiteren Turnierverlauf mitzumischen.
