Handball-alarm in der bundesliga: thc rettet sich, zwickau versinkt

Der Thüringer HC hat den Absturz gerade noch verhindert, während sich die Lage für den BSV Sachsen Zwickau zusehends zuspitzt. Ein Spiel, zwei Geschichten – und eine Liga, in der die Spannung unübertroffen ist.

Die thüringerinnen finden zurück zur form

Nach zwei enttäuschenden Niederlagen hat der Thüringer HC endlich wieder einen Sieg eingefahren. Das Team von Herbert Müller bewies beim 28:23 (11:11) gegen die TuS Metzingen Nervenstärke und zeigte, dass sie auch unter Druck bestehen können. Besonders nach der Pause präsentierten sich die Thüringerinnen deutlich verbessert, vor allem in der Offensive. Ein 5:0-Lauf in der 38. Minute besiegelte die Entscheidung.

Allerdings mahnt Trainer Müller zur Vorsicht: „Wir haben zwar gewonnen, aber noch nicht alles erreicht. Es gibt noch Luft nach oben, besonders in der Chancenverwertung.“ Trotzdem ist der Sieg ein wichtiges Signal für die Moral der Mannschaft und ein Schritt in die richtige Richtung.

Zwickau taumelt immer tiefer

Zwickau taumelt immer tiefer

Für den BSV Sachsen Zwickau hingegen geht der Abwärtstrend weiter. Die fünfte Niederlage in Folge – diesmal mit 30:31 (15:20) gegen Buxtehude – bedeutet einen weiteren Rückschlag im Kampf gegen den Abstieg. Obwohl die Zwickauerinnen nach der Pause eine kämpferische Leistung zeigten und zwischenzeitlich den Ausgleich erzielten, reichte es am Ende nicht mehr.

Die Defensive offenbarte erneut Schwächen, und vorne vergaben zu viele klare Torchancen. „Wir müssen uns dringend stabilisieren, sonst wird es sehr schwer“, so ein sichtlich frustrierter Trainer nach dem Spiel. Die Hoffnung auf ein Wunder schwindet, und die Frage, ob Zwickau die Liga noch halten kann, steht im Raum.

Romy Celine Steverink war mit sieben Treffern die beste Werferin der Zwickauerinnen, aber auch das reichte nicht aus. Buxtehude zeigte eine starke Teamleistung, angeführt von Anika Hampel, die neun Tore erzielte.

Die kommenden Spiele werden für beide Teams entscheidend sein. Während der Thüringer HC den Anschluss an die Spitze sucht, muss Zwickau jeden Punkt kämpfen, um den Klassenerhalt zu schaffen. Die Bundesliga bleibt unberechenbar – und das ist gut so.