Hamilton am limit: ferrari-desaster in spielberg!
Der Staub hat sich gelegt in Spielberg, und für Lewis Hamilton liegt ein bitterer Nachgeschmack in der Luft. Fünfter Platz – ein Ergebnis, das sowohl für den siebenfachen Weltmeister als auch für Ferrari eine herbe Enttäuschung darstellt. Die Erwartungen waren hoch, doch die Realität offenbarte einen deutlichen Rückstand auf die Konkurrenz, insbesondere auf Mercedes und Red Bull.
Die qual der strafsekunden: ein rückstand, der schmerzt
Die fast 27 Sekunden Rückstand auf George Russell, der den Sieg für Mercedes einfuhr, sind mehr als nur eine Zahl. Sie sind ein Spiegelbild eines gesamten Wochenendes, in dem der SF-25 schlichtweg nicht mithalten konnte. Hamilton, der nach einem starken Start die zweite Position behaupten konnte, fand sich im Laufe des Rennens immer wieder von seinen Rivalen überholt, darunter auch Kimi Antonelli und Oscar Piastri. Ein deutliches Zeichen der Schwäche.
Der Ferrari-Motor: Ein Achillesferse. Nach dem Rennen sprach Hamilton Klartext bei Sky Sport F1. Der Kern des Problems liegt laut dem Briten in der Antriebseinheit. „Wir waren im Training am Freitag in den Kurven schnell, aber auf der Geraden verloren wir sechs Zehntelsekunden auf Mercedes“, erklärte er. „Wir haben das am Freitagabend reduziert, aber heute gab es nicht nur dieses Problem, sondern auch Überhitzung. Das Auto hat viel geschlittert, das Gleichgewicht war schwierig.“
Die hohe Streckenhöhe in Spielberg sollte den italienischen Ingenieuren eigentlich zugutekommen, doch die Simulationen im Windkanal trugen wenig zur Realität des Rennens bei. Die Reifen litten unter starkem Verschleiß, was Hamiltons Bemühungen, mit Russell mitzuhalten, zusätzlich erschwerte. „Ich dachte, ich könnte Russell folgen, aber ich hatte eine sehr hohe Degradation. Die Mercedes haben auf den Geraden beschleunigt, und man muss in den Kurven viel fordern, um diesen Unterschied auszugleichen. Ich habe nicht erwartet, dass es so groß sein wird.“
Es ist kein kurzfristiges Problem, das sich mit einem schnellen Update beheben lässt. Hamilton räumt ein, dass ein substanzieller Aufwand nötig ist, um die Lücke zur Konkurrenz, insbesondere zu Mercedes, zu schließen. „Ich glaube, der Unterschied ist sehr, sehr groß. Ich weiß nicht, ob das in einer Saison aufgeholt werden kann. Es braucht Monate und Monate, um die notwendigen Änderungen zu entwickeln, zu testen und einzuführen. Wir können später im Jahr sicherlich Fortschritte machen. Aber wir stehen vor schwierigen Rennen.“
Mit Silverstone im Visier, einer Strecke, die für ihre langen Geraden bekannt ist, verdichten sich die Wolken über Hamiltons Horizont. „Wir werden auf Strecken mit vielen Kurven konkurrenzfähiger sein. Aber Silverstone wird nicht einfach, da es auch lange Geraden gibt. Ich fahre dort normalerweise gut, aber das Problem auf den Geraden wird weiterhin bestehen“, so Hamilton, dessen Worte eine deutliche Botschaft an das Ferrari-Team senden: Es bleibt noch ein weiter Weg.

Die bittere wahrheit: ferrari muss handeln
Die Erkenntnis ist schmerzhaft, aber ehrlich: Ferrari hat die hausaufgaben gemacht und dennoch ein deutlich schlechteres Auto als Mercedes. Die kommenden Rennen werden zeigen, ob das Team aus Maranello seine Schwächen schnell genug erkennt und ausmerzt. Andernfalls droht ein weiterer Saisonverlauf, der weit hinter den Erwartungen zurückbleibt.
