Haie auf revanchekurs: können sie berlin demütigen?

Köln – Die Kölner Haie haben eine Rechnung offen. Nach der deutlichen Niederlage im Vorjahr, als die Eisbären Berlin die Deutsche Eishockey Liga dominierten und die Haie im Finale demütigten, kommt es nun bereits im Halbfinale der Playoffs zu diesem brisanten Duell. Doch dieses Mal scheinen die Zeichen anders zu stehen – und die Domstädter sind hungrig nach Wiedergutmachung.

Juvonen als schlüssel zum erfolg

Der finnische Torwart Janne Juvonen ist zweifellos der Schlüssel zum Erfolg der Kölner Haie. Mit einer Fangquote von 93,14 Prozent, fünf Shutouts und einem Gegentorschnitt von lediglich 2,01 pro Spiel katapultierte er sein Team nicht nur in die Playoffs, sondern wurde auch verdientermaßen zum Spieler und Torhüter des Jahres der DEL gekürt. Seine Leistung allein lässt die Eisbären bereits jetzt vor dem ersten Spiel in Berlin erschaudern.

Dass die Haie wieder so groß denken können, liegt nicht nur an Juvonens Glanzleistungen, sondern auch an der klugen Transferpolitik des Vereins. Der finnische Coach Kari Jalonen, ebenfalls ausgezeichnet als Trainer des Jahres, hat in den letzten Jahren eine ganze Reihe seiner Landsmänner an den Rhein gelotst. Diese finnische Power verleiht dem Team einen zusätzlichen Schub und eine taktische Flexibilität, die in der Hauptrunde beeindruckte.

Berlin mit fragezeichen, köln im siegesrausch

Berlin mit fragezeichen, köln im siegesrausch

Die Eisbären Berlin hingegen müssen sich mit einer durchwachsenen Saison und zahlreichen Verletzungen abfinden. Der sechste Platz in der Hauptrunde spiegelt ihre Schwierigkeiten wider und wirft einen langen Schatten auf die bevorstehenden Playoffs. Während die Kölner mit einem beeindruckenden Punkterekord und einer Serie von 16 Siegen in Folge in die Playoffs marschierten, mussten die Berliner in der Viertelfinalserie gegen die Straubing Tigers bis in die sechste Partie gehen, um sich durchzusetzen. Ein deutliches Zeichen für die unterschiedliche Verfassung der beiden Teams.

Auch der hart umkämpfte Viertelfinalserie gegen die Straubing Tigers offenbarte Schwächen in der Berliner Mannschaft. Ein dramatische 6:5-Niederlage nach Verlängerung unterstrich die Notwendigkeit, sich nun zu fokussieren und die Verletzungsprobleme in den Griff zu bekommen, wenn sie ernsthaft eine Chance gegen die formstarken Kölner haben wollen.

Die Verantwortlichen in Berlin kündigen trotz der aktuellen Lage einen Kampf bis zum Schluss an und setzen auf die Erfahrung und den Siegeswillen ihrer Spieler.