Haenni packt aus: überraschende rb-nachricht und frauenquote im fußball!

Tatjana Haenni, die neue CEO von RB Leipzig, bricht ein Tabu: Als erste Bundesliga-Chefin spricht sie offen über überraschende Einblicke hinter die Kulissen des Fußball-Imperiums, ihre ambitionierten Ziele für die Sachsen und setzt sich vehement für eine Frauenquote im Männerfußball ein. Ein Interview, das die etablierten Strukturen aufmischt.

Ein ungewöhnlicher start in der bundesliga

Der Einstieg in die Bundesliga-Führungsetage war für Haenni alles andere als gewöhnlich. Nach ihrer Ernennung im März sorgte ihr Auftreten bei der DFL-Vollversammlung für Aufmerksamkeit – nicht nur wegen ihrer Person, sondern auch wegen der frischen Perspektive, die sie einbrachte. „Es war sehr angenehm, nichts Besonderes“, so Haenni, „aber natürlich gibt es mehr Aufmerksamkeit und Kommentare, weil ich die erste Frau bin. Ich will bei der Sache bleiben und meinen Job gut machen.“

Vorstellungsschreiben und die entscheidung für union berlin

Vorstellungsschreiben und die entscheidung für union berlin

Um den Kontakt zu den anderen Klub-Bossen zu knüpfen, unternahm Haenni eine unkonventionelle Geste: Sie schrieb ihnen persönlich. „Ich wollte den ersten Ball zuwerfen und mich vorstellen“, erklärt sie. Die Resonanz war durchweg positiv. Besonders beeindruckt zeigte sie sich von der Entscheidung des 1. FC Union Berlin, mit Marie-Louise Eta erstmals eine Frau als Trainerin in der Männer-Bundesliga zu installieren. „Die öffentliche Aufmerksamkeit spricht eine klare Sprache. Für Marie-Louise Eta freut es mich, dass der Verein ihr das zutraut. Union wird gute Gründe für diese Entscheidung haben, die nichts damit zu tun haben, dass sie eine Frau ist, sondern fachlich sehr gut“, so Haenni.

Die debatte um frauenquoten: ein notwendiger schritt

Die debatte um frauenquoten: ein notwendiger schritt

Das Thema Frauenquote im Fußball ist nach wie vor umstritten. Haenni plädiert jedoch für eine Veränderung: „Es ist schade, dass wir darüber im Jahr 2026 überhaupt noch diskutieren müssen. Es geht um die richtige Person, die Entwicklungen in die richtige Richtung lenken und den Durchbruch beschleunigen kann. Ich hoffe, dass ich ein Vorbild sein kann.“ Sie betont, dass gesellschaftliche Strukturen eine wichtige Rolle spielen, sieht aber dennoch einen „guten Weg“.

Einladung zum dinner bei uli hoeneß und die wette mit mateschitz

Einladung zum dinner bei uli hoeneß und die wette mit mateschitz

Haenni blickt auf ein bereits intensives erstes Kapitel in Leipzig zurück, inklusive eines ungezwungenen Dinners mit Bayern-Patron Uli Hoeneß. „Vor dem Spiel in München hatten wir ein Dinner in seiner Lounge. Das war sehr nett, sehr warmherzig. Ich habe ihn als Grandseigneur wahrgenommen.“ Dabei erinnerte sie sich auch an die legendäre Wette zwischen dem verstorbenen Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz und Hoeneß, die auf einen Meistertitel von RB Leipzig setzte. „Ich bleibe bei drei Jahren“, scherzt Haenni, „aber ich wette lieber mit Taten.“

Die ziele für die nächsten 100 tage und die bedeutung der champions league

Die ziele für die nächsten 100 tage und die bedeutung der champions league

Nach 100 Tagen im Amt hat Haenni bereits einen umfassenden Überblick gewonnen. „Ich habe alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennengelernt, Town-Hall-Meetings veranstaltet und Vertreter aus Stadt, Land, Wirtschaft und Verbänden getroffen.“ Ein zentraler Fokus liegt auf der Verbesserung der Einnahmesituation, der optimalen Nutzung der Nachwuchsinfrastruktur und der Vertiefung der lokalen Verankerung. Die Champions League spielt dabei eine entscheidende Rolle: „Aus finanzieller Sicht ist sie essenziell für uns. Wenn wir das nicht erfüllen, haben wir bei der Kaderplanung eine andere Ausgangslage.“

Klopps anruf und die zukunft von red bull

Klopps anruf und die zukunft von red bull

Auch das Kennenlernen mit Jürgen Klopp, dem Head of Global Soccer bei Red Bull, verlief vielversprechend. „Nachdem klar war, dass ich nach Leipzig gehe, bekam ich eine Nachricht von ihm. Ich musste erst mal herausfinden, ob er das wirklich ist“, erinnert sich Haenni lachend. Sie schätzt, dass Klopp Red Bull noch längere Zeit erhalten bleibt: „Ich habe 0 Indikatoren, dass er uns verlässt.“

Ein WM-Boykott ist für Haenni keine Lösung. Sie betont stattdessen die Verantwortung, die große Sportveranstaltungen mit sich bringen: „Wir müssen wissen, für welche Werte wir stehen.“