Haaland jagt müller: 57. treffer – und jetzt ist schluss mit lustig

Ein Schlag, ein Tor, ein Platz im Geschichtsbuch. Erling Haaland schlug im Rückspiel gegen Real Madrid in der 25. Minute zu, glich aus und blickte sofort nach oben – nicht zum Himmel, sondern auf die ewige Torschützenliste der ChampionsLeague. Thomas Müller hatte 57 Mal getroffen, der Norweger nun auch. Platz sieben ist geteilt, die Jagd auf die Legenden nimmt Fahrt auf.

Die zahl, die müller nervt

57 Treffer in 67 Spielen – das ist Haalands Verhältnis. Müller brauchte 151 Partien für dieselbe Marke. Die Bayern-Ikone blieb nach dem Abpfiff in München stumm, während Pep Guardiola seinen Ziehsohn in den Arm nahm und ihm ins Ohr flüsterte: „Nächstes Jahr jagst du Benzema.“ Denn vor dem Duo lauern jetzt nur noch Mbappé (68), Raúl (71), Benzema (90), Lewandowski (107), Messi (129) und Cristiano Ronaldo (140). Die Spitze ist noch weit weg, aber die Distanz schrumpft mit jedem Kracher.

City gewann am Ende 2:1, zog ins Viertelfinale ein, doch die Nacht gehörte dem Nordmann. Seine 57 Tore verteilen sich auf RB Salzburg, Borussia Dortmund und Manchester City – ein roter Faden aus Puls, Präzision und Pure-Instinkt. Kein anderer Spieler erreichte diese Höhe so schnell. Ronaldo brauchte 92 Spiele, Messi 78. Haaland? 67. Die Statistik klingt wie ein Computerspiel, ist aber Realität.

Was guardiola nachts nicht schlafen lässt

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Der Coach tauschte Haaland in der Pause aus, „vorsichtshalber“, wie er sagte. Der Knöchel sei „ein bisschen empfindlich“. Doch selbst mit Handicap lief der 25-Jährige Sergio Ramos-Ersatz Antonio Rüdiger davon, preschte in die Box, versenkte die Murmel links unten. Andriy Lunin flog, die Mauer jubelte. Guardiola kaute weiter Kaugummi, aber seine Augen sagten: „Ohne ihn stehen wir im Halbfinale, mit ihm gewinnen wir das Finale.“

Die Frage lautet nicht mehr, ob Haaland die Marke von 100 Champions-League-Treffern knackt, sondern wann. Bei seiner Quote bedeutet das etwa 40 Spiele – zwei Saisons, wenn City mindestens das Halbfinale erreicht. Ronaldo mag sich warm anlaufen: Der Nordmann nimmt kein Blatt vor den Mund und schon gar keine Pause. Müller hingegen muss nun nachlegen, will er nicht zur Fußnote in eigener Geschichte werden.

Die Königsklasse hat ihren neuen Königssohn. Der Thron ist noch nicht sein, aber das Zepter schon. Und wenn Haaland nächste Woche wieder aufläuft, zuckt nicht nur das Netz, sondern auch die ewige Liste weiter nach oben. Müller teilt, Ronaldo warnt – und die Defensive Europas zittert.