Gwinn-ausfall droht: wm-traum gefährdet?
Schock für den deutschen Frauenfußball: Kapitänin Giulia Gwinn muss nach dem Gewinn des Doubles mit dem FC Bayern möglicherweise auf die WM-Qualifikationsspiele im Juni verzichten. Eine Schulteroperation steht bevor, die die Chancen auf ein Ticket für Brasilien 2027 erheblich gefährden könnte.

Die verletzung und ihre folgen
Die Rechtsverteidigerin hatte sich Mitte April im Duell gegen Österreich die linke Schulter ausgekugelt. Trotz der Verletzung bestritt sie die Spiele für Bayern, stets mit einer Manschette, verzichtete aber auf Einwürfe. „Das hat ganz gut funktioniert, aber es ist klar, dass die Operation jetzt über den Sommer passieren muss“, erklärte Gwinn nach dem 4:0-Sieg gegen Wolfsburg. Der genaue Zeitpunkt der Operation und damit ihr Einsatz in den entscheidenden Spielen gegen Norwegen (5. Juni) und in Slowenien (9. Juni) sind noch völlig offen.
Ein bitterer Rückschlag für Bundestrainerin Christian Wück, der nun Plan B entwickeln muss. Das DFB-Team führt die Gruppe A4 derzeit nur knapp vor Norwegen an. Der Heimspielsieg gegen Norwegen in Köln könnte die vorzeitige Qualifikation für die WM perfekt machen – doch ohne ihre Kapitänin wird diese Aufgabe deutlich schwieriger.
Gwinn äußerte sich nach dem Spiel vorsichtig optimistisch: „Mal schauen, wie es die nächsten Tage ist. Danach steht ein Gespräch mit dem Bundestrainer an.“ Die Verantwortlichen müssen nun abwägen, ob das Risiko eines zu frühen Einsatzes die Chance auf die WM wert ist. Die medizinische Expertise wird hier eine entscheidende Rolle spielen. Die Fans hoffen dennoch auf ein Wunder und drücken die Daumen, dass ihre Kapitänin rechtzeitig fit wird.
Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Die deutsche Frauenfußnationalmannschaft hat bereits bewiesen, dass sie auch ohne ihre Stars bestehen kann. Doch der Ausfall von Giulia Gwinn wäre ein herber Verlust – sowohl sportlich als auch moralisch. Die kommenden Tage werden zeigen, ob der Traum von Brasilien 2027 noch erreichbar ist.
