Gvardiol-deal: matthäus sieht bayern-verteidigung revolutionieren

München – Lothar Matthäus, der frühere Rekordnationalspieler, schwärmt von Josko Gvardiol und sieht im kroatischen Abwehrspieler die ideale Lösung, um die Defensivprobleme des FC Bayern zu beheben. Der 65-Jährige glaubt, dass der 24-Jährige nicht nur individuelle Stärken mitbringt, sondern auch die Flexibilität besitzt, um gleich mehrere Baustellen auf einmal zu schließen.

Die abwehr-misere des fc bayern: ein wechselbad der gefühle

Die abwehr-misere des fc bayern: ein wechselbad der gefühle

Die Innenverteidigung der Bayern ist seit Monaten ein ständiges Thema der Diskussion. Während Jonathan Tah und Dayot Upamecano zwar gesetzt scheinen, stehen die Zeichen für Min-jae Kim und Hiroki Ito in Fragezeichen. Beide sollen bei passenden Angeboten verkauft werden dürfen. Matthäus sieht in Gvardiol eine Möglichkeit, diese Unsicherheit auszuräumen. „Man hätte schon mal einen flexiblen Spieler, der auf zwei Positionen in der Defensive einsatzbereit ist“, erklärte der TV-Experte bei einem Werbetermin in München.

Besonders beeindruckt Matthäus an Gvardiol dessen Vielseitigkeit. Der Kroate kann sowohl in der Innenverteidigung als auch auf der linken Abwehrseite spielen. „Ich glaube, dass er im Endeffekt ein Baustein sein könnte, um die Defensive stabil zu haben“, so Matthäus. Sein Erfahrungsschatz, seine Bundesliga-Kenntnisse – er hat zwischen 2021 und 2023 für RB Leipzig gespielt – und seine Stärken auch im offensiven Bereich machen ihn zu einem attraktiven Kandidaten für die Bayern.

Doch der Preis könnte das größte Hindernis sein. Manchester City, bei dem Gvardiol aktuell unter Vertrag steht, soll für den Verteidiger, dessen Vertrag noch bis 2028 läuft, rund 90 Millionen Euro fordern. Eine Summe, die selbst für den finanziell starken FC Bayern eine Herausforderung darstellt. Die Citizens arbeiten zudem offenbar an einer Vertragsverlängerung bis 2030, um den begehrten Spieler langfristig an den Verein zu binden.

Die Verpflichtung eines Spielers wie Gvardiol wäre ein klares Signal an die Konkurrenz und würde der gesamten Mannschaft einen Schub an Selbstvertrauen geben. Ob die Bayern bereit sind, die hohe Ablösesumme zu zahlen, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Lothar Matthäus hält Gvardiol für einen Spieler, der das Potenzial hat, die Defensive des FC Bayern nachhaltig zu verändern. Die Frage ist, ob die Verantwortlichen in München bereit sind, diesen Schritt zu gehen und die notwendigen finanziellen Mittel bereitzustellen.