Gummersbachs siegesserie reißt: berlin setzt überraschendes aus!

Die Handball-Bundesliga erlebte ein überraschendes Ergebnis: Der VfL Gummersbach, der sich gerade erst eine beeindruckende Siegesserie von elf Spielen hintereinander aufgebaut hatte, musste sich am vergangenen Wochenende den Füchsen Berlin geschlagen geben. Das 26:28 im Hauptstadtderby beendet die längste Erfolgsserie des Teams seit 57 Jahren und wirft Fragen nach den Ambitionen der Oberbergischen auf.

Ein krimi mit wendungen: die berliner offensive überzeugt

Das Spiel war ein packender Krimi, der bis zum Schluss spannend blieb. Während Gummersbach auf eine reifere Leistung in dieser Saison gehofft hatte, zeigten die Füchse Berlin, angeführt vom elfmaligen Torschützen Mathias Gidsel, eine beeindruckende Leistung. Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Torwart Dejan Milosavljev, der mit 19 Paraden, darunter drei Siebenmetern, einen persönlichen Liga-Bestwert erreichte und maßgeblich zum Sieg beitrug.

Kentin Mahé, der französische Routinier von Gummersbach, räumte nach dem Spiel ein, dass man zwar mehr erwartet hatte, aber trotzdem einen Fortschritt erkennen könne. „Wir sind einen Schritt weiter als letzte Saison“, so Mahé am Dyn-Mikrofon. Allerdings muss Gummersbach nun erkennen, dass der Weg zur Champions League steinig ist, insbesondere wenn man den Titelverteider und Tabellenzweiten Berlin ziehen lässt.

Die Füchse Berlin kletterten durch den Sieg vorläufig auf Rang zwei der Tabelle und setzen die SG Flensburg-Handewitt damit unter Druck. Kay Smits’ fünf Treffer reichten bei Gummersbach nicht aus, um die erste Niederlage seit dem 14. Dezember gegen den SC Magdeburg zu verhindern. Was die Partie besonders bemerkenswert macht: Die Füchse gewannen über die Abwehr – ein ungewöhnliches Szenario für ein Team, das in der Regel auf seine starke Offensive setzt.

Die tabelle im überblick: kampf um die champions league

Die tabelle im überblick: kampf um die champions league

Hier ein kurzer Überblick über den 29. Spieltag der Handball-Bundesliga:

  • Frisch Auf Göppingen – Rhein-Neckar Löwen: 32:30
  • TSV GWD Minden – ThSV Eisenach: 19:00
  • SG Flensburg-Handewitt – MT Melsungen: 20:00
  • THW Kiel – SC DHfK Leipzig: 19:00
  • HC Erlangen – Handball Sport Verein Hamburg: 20:00
  • HSG Wetzlar – Bergischer HC: 15:00
  • TBV Lemgo Lippe – TSV Hannover-Burgdorf: 16:30
  • TVB 1898 Stuttgart – SC Magdeburg: 17:00

Die Spannung in der Handball-Bundesliga ist weiterhin groß. Der Kampf um die begehrten Plätze in der Champions League verspricht weitere packende Duelle und Überraschungen. Die Leistung von Milosavljev unterstreicht zudem, wie wichtig eine starke Abwehr in der modernen Handball-Welt ist. Die Niederlage von Gummersbach zeigt, dass auch vermeintlich unschlagbare Serien eines Tages reissen und die Konkurrenz nicht schläft.