Gummersbach zittert sich zum sieg – kösters 500. tor entscheidet

Die Schwalbe-Arena hat schon viele Handball-Abende erlebt. Aber dieser hier hatte alles: Spannung bis zur letzten Sekunde, einen Videobeweis, der die Gemüter noch lange danach erhitzte, und mittendrin ein Jubiläumstor, das die Geschichte schrieb. VfL Gummersbach bezwang den TBV Lemgo Lippe mit 28:27 – und tut so, als wäre Nervenkrimi die Muttersprache dieses Vereins.

Ein spiel, das keinen atem ließ

Gummersbach führte im ersten Durchgang fast durchgehend, aber nie beruhigend. Die Hausherren gingen mit 15:14 in die Kabine – ein Vorsprung, der sich anfühlte wie ein nasses Streichholz. Nach dem Seitenwechsel drehte Lemgo den Spieß sogar um und übernahm erstmals die Führung. Ausverkauftes Haus, zitternde Ränge.

Dann kam die 59. Minute. Julian Köster traf zum 28:27. Sein Tor. Sein 500. Treffer in der Handball-Bundesliga. Die Zahl spricht für sich.

Videobeweis als letztes wort

Videobeweis als letztes wort

Doch selbst danach war nichts entschieden. Der letzte Wurf der Gäste, abgegeben von Tim Suton, landete im Tor – aber der Videobeweis stellte fest: zu spät. Der Ball überquerte die Linie nach dem Ablauf der Spielzeit. Lemgo war fassungslos. Gummersbach erleichtert. Und das Netz brannte noch Stunden nach dem Abpfiff.

Kuzmanovic – der mann hinter der mauer

Kuzmanovic – der mann hinter der mauer

Dominik Kuzmanovic war mal wieder der Ruhepol in einem Spiel, das alles andere als ruhig war. Der kroatische Torhüter hielt, wann immer Gummersbach es brauchte, und seine Zahlen der letzten Wochen sind kein Zufall mehr – das ist Form. Echte Form. „Ich fühle mich gut, ich habe die zweite Saisonhälfte gut begonnen