Guirassy triumphiert, vfb patzt: chabot nach späten treffern frustriert!

Stuttgart – Ein bitterer Abend für den VfB Stuttgart! Serhou Guirassy präsentierte sich gegen seinen Ex-Klub Dortmund in Topform, doch die Freude über seinen persönlichen Erfolg trübt sich zutiefst in der Enttäuschung über die 0:2-Niederlage in der Nachspielzeit. Ein Spiel, das die Schwaben trotz dominiertem Spielverlauf in letzter Sekunde aus der Hand gaben.

Die europa-league-hoffnungen schwinden

Die erlöste Luft nach dem Aus in der Europa League und die damit verbundenen englischen Wochen scheinen den VfB momentan zu treffen. Nach zwei freien Tagen soll die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den Hamburger SV am kommenden Mittwoch intensiviert werden. Die Mannschaft muss nun die bittere Heimniederlage gegen Borussia Dortmund verdauen, um am Sonntag wieder in der Spur zu sein.

Die späten Gegentore, ein wiederkehrendes Problem der Stuttgarter, sorgten erneut für Frustration. Jeff Chabot, der nach der Partie sprach, wirkte sichtlich angefressen: „Wir müssen den Punkt behalten. Das darf uns nicht passieren.“ Die Tore in der vierten und sechsten Minute der Nachspielzeit schienen für den Innenverteidiger „sinnlos“ – so sinnlos, wie es Gegentore eben selten sind. „Daraus müssen wir lernen.“

Es war bereits der sechste späte Gegentreffer für den VfB in dieser Saison, ein trauriger Rekord in der Vereinsgeschichte. Die zuvor kassierten Treffer in Freiburg, Leipzig, Hamburg und Mainz fielen ebenfalls kurz vor dem Abpfiff. Der HSV kommt nun zum Rückrundenspiel nach Stuttgart, und die Schwaben müssen sich unbedingt stabilisieren.

Guirassy triumphiert – chabot testet sich selbst

Guirassy triumphiert – chabot testet sich selbst

Trotz der Niederlage konnte sich Jeff Chabot einen kleinen Erfolg notieren. Der Abwehrspieler durfte gegen seine ehemalige Wirkungsstätte von Beginn an spielen und bewies, dass er eine Herausforderung sucht. „Es macht Spaß, sich mit solchen Stürmern zu messen“, sagte Chabot über Serhou Guirassy. „Er ist ein Top-Stürmer, und es ist mir sehr gut gelungen, mich mit ihm auseinanderzusetzen.“ Die persönliche Duell war also gewonnen, doch der Mannschaftserfolg blieb aus.

Die Niederlage gegen Dortmund wirft einen Schatten auf die Ambitionen des VfB in der Champions-League-Qualifikation. „Dieser Rückschlag ist frustrierend und enttäuschend, aber kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen“, betonte Chabot. „Wir sind immer noch in einer guten Position und haben alles in der eigenen Hand.“

Die Wahrheit ist: Die Stuttgarter müssen ihre mentale Stärke finden und lernen, auch unter Druck die Nerven zu behalten. Sonst wird die Saison trotz individueller Glanzleistungen wie die von Guirassy bitter enden.