Guardiola wirft arsenal mit sieg gegen brentford angst ein
Pep Guardiola will den Titel-Krimi am Leben erhalten – und das mit schonungsloser Offensive. Gegen Brentford fordert er sein Manchester City auf, „die letzten vier Endspiele zu gewinnen“, wie er am Freitag beim Media-Circle im Etihad-Campus betonte. Der FC Arsenal liegt zwei Punkte voran, hat aber einen Tick schwierigere Restprogramm. Die Botschaft des Katalanen: Druck machen, bis der Tabellenführer zittert.
Stadion bekommt neuen namen – und gleich einen sieg?
Kurz vor dem Anpfiff am Samstag (18.30 Uhr MESZ) tauft der Klub seine Arena in „The City in the Community Etihad Stadium“ um – ein PR-Gimmick, das Guardiola kalt lässt. „Wenn die Fans ihre Stimmen spüren lassen, spielt das Stadion keine Rolle“, sagt er und lacht verschmitzt. „Aber ich liebe es, zu Hause zu spielen. Die Kurve schiebt einen Meter nach vorn, wenn es eng wird.“
Der Gegner ist alles andere ein Sparringspartner. Brentford rangiert auf Platz neun, drei Zähler trennen die Londoner von der Conference-League-Ränge. Thomas Frank setzt auf hohes Pressing und schnelle Umschaltmomente – genau die Rezeptur, mit der die Bees City im letzten April für 15 schweißtreibende Minuten alt aussehen ließen. Guardiolas Kommentar dazu: „Sehr gut.“ Zwei Worte, mehr braucht er nicht.

Rodri-frage bleibt offen – city will risiko vermeiden
Die größte Unbekannte trägt die Nummer 16. Rodrigo Hernández laboriert an einer Oberschenkel-Reizung, die ihn gegen Everton fehlte. „Heute Nachmittag entscheiden wir“, sagt Guardiola. „Er spürt noch ein Ziehen. Wenn er nicht zu 100 Prozent fit ist, lassen wir ihn draußen.“ Ein Einsatz trotz Zweifel? „Das war 2021 in Porto, seitdem nicht mehr.“ Der Verweis auf die Champions-League-Finale-Pleite gegen Chelsea sitzt noch tief.
Fällt Rodri aus, rückt Mateo Kovačić neben Rico Lewis ins Zentrum. Die Variante Doku-Gündogan links, Foden frei hinter Haaland ist ebenfalls im Kalkül. Guardiola schwärmt von Jérémy Doku, der „die vertikale Lücke zwischen Mittelfeld und Angriff endlich wieder aufreißt“, und von Josko Gvardiol, der nach sieben Wochen Pause „sofort seine Intensität mitgebracht hat“. Lob für die Frauenmannschaft schiebt er hinterher – die Citizens holten am Wochenende die Meisterschaft. „Wir alle arbeiten im selben Gebäude. Der Spirit ist ansteckend.“
90 Minuten, dann könnte City wieder vorbeiziehen – zumindest für 24 Stunden. „Wir dürfen nicht rechnen, wir müssen gewinnen“, sagt Guardiola. Die Rechnung ist simpel: Vier Siege, und die Premier-League-Trophäe bleibt zwei Jahre hintereinander in Manchester. Der erste Schritt führt gegen eine Biene, die sticht, wenn man sie unterschätzt. Guardiola warnt – und freut sich darauf.
