Grubauer stoppt den freien fall – seider und peterka rutschen weiter

Philipp Grubauer lachte zum ersten Mal seit Wochen wieder. 32 Schüsse wehrte der Schlussmann von Seattle ab, die Kraken besiegten Vancouver 5:2 und beendeten ihre Mini-Krise. Bei den anderen deutschen NHL-Stars hingegen blieb die Stimmung grau: Moritz Seider kassierte mit Detroit in Dallas das dritte Debakel in Serie, JJ Peterka und Utah verloren in Pittsburgh bereits das vierte Mal nacheinander.

Grubauer rettet seattle – und vielleicht auch die saison

Grubauer rettet seattle – und vielleicht auch die saison

Die Zahlen sind klar: Vor dem Match in Vancouver standen die Kraken bei 0:13 Toren in den letzten vier Partien. Grubauer war zwischen den Pfosten oft der Einzige, der die Katastrophe in Schach halten konnte. Gegen die Canucks nun war er es auch, der mit zwei famosen Parade-Serien in der zweiten Periode die Weichen stellte. „Wenn dein Goalie so aufspielt, kannst du den Sturm ruhig aussitzen“, sagte Coach Dan Bylsma nach dem Abpfiff. Die Kraken springen auf einen Zähler an die Playoff-Tür heran – Distanz: ein einziges Spiel.

Bei Detroit sieht es dagegen nach einem Dauerregen aus. Die Red Wings führten in Dallas noch mit 2:0, kassierten aber in der Schlussphase den Ausgleich und verloren in der Overtime. Seider steuerte einen Assist beim 1:0 bei, aber defensiv rutschte die komplette erste Paarung in der Crunch-Time auseinander. „Wir schaffen es einfach nicht, Spiele zu killen“, schimpfte Kapitän Dylan Larkin. Detroit bleibt zwar auf Wild-Card-Kurs, doch die Verfolger riechen Lunte – drei Teams lauern nur zwei Punkte dahinter.

Und Utah? Die Expansion-Mammoth wollten gegen Pittsburgh eigentlich den Befreiungsschlag. Stattdessen versank das Team in der zweiten Hälfte der Partie völlig. Peterka blieb ohne Scorer-Punkt, seine Linie wurde in der dritten Periode komplett zusammengestellt. „Wir müssen wieder lernen, wie man Tore schießt“, sagte Trainer André Tourigny trocken. Die Pleite war die vierte in Folge, Utah rutscht auf Platz zehn der Eastern Conference – noch in Reichweite, aber die Puffer schmelzen.

Die Saison ist nicht verloren, das zeigt Grubauers Auftritt. Doch für Seider und Peterka wird es eng. Noch zwölf beziehungsweise dreizehn Spiele bleiben, um die Playoff-Tür offen zu stemmen. Die Uhr tickt – und sie tickt laut.