Grippe-welle fegt movistar-team weg: romeo und cepeda raus

Ein Virus, zwei Abgänge – Movistar fährt am Tour Auvergne - Rhône-Alpes fast im Notstand. Iván Romeo schleppt sich mit posi­tivem Gripp-A-Test aus der Karawane, einen Tag nachdem sein Teamkollege Cepeda dieselbe Diagnose erhielt. Eusebio Unzué fliegt noch heute Nachmittag nach Frankreich, um das Wrack aus nächster Nähe zu begutachten.

„Wir stehen fast nur noch mit dem notradsatz da“

So klang Unzués Stimme, als er am Donnerstag in Madrid – zwischen Spalier stehender Kameras des Grand Départ 2026 – die Quittung für eine Woche Höllenrennen präsentierte. Die Symptome hätten sich bei mehreren Fahrern schleichend gesteigert, erklärte er, „bis es keinen Sinn mehr machte, sie weiter in die Höhe zu treiben“.

Cepeda brach am Mittwoch zusammen, Romeo heute – beide mit Fieber, Gliederschmerzen, leeren Krafttanks. Das Team, das seine Schwerpunktetappe erst morgen erreicht, muss nun auf zwei seiner stärksten Bergfahrer verzichten. Ein dritter Ausfall droht, denn auch Enric Mas klagt über leichte Halsschmerzen.

Resttruppe mit taktischem albtraum

Resttruppe mit taktischem albtraum

Nur noch fünf Fahrter stehen für die letzten drei Bergetappen zur Verfügung. Die Staffel wird das Rennen nicht mehr kontrollieren können, sondern nur noch reagieren. „Wir schicken keine Mannschaft ins Feld, sondern ein Notquartett, das sich selbst schlägt“, kommentierte ein erfahrener Soigneur trocken.

Movistar verliert damit nicht nur zwei Radprofis, sondern seine gesamte Wettkampfstruktur. Romeo war der Plan-B für die steilen Rampen des Mont du Chat, Cepeda hätte im Zeitfahren die Lücke zu Pogacars Verfolgern schließen sollen. Nun bleibt nur die Hoffnung, dass der Virus keinen weiteren Fahrer erwischt – und dass die verbleibende Truppe auf Teufel komm raus kämpft, bis der letzte Meter Asphalt vorbei ist.