Grifo baut sich ein denkmal: freiburg fegt genk und schreibt geschichte

5:1 – und plötzlich steht der SC Freiburg im Viertelfinale der Europa League. Das Achtelfinal-Rückspiel gegen KRC Genk wurde zur Demonstration, zur Rekordjagd, zur Schale voll Selbstvertrauen. Vincenzo Grifo nagelte sich mit seinem 106. Pflichtspieltreff für den Klub ins Goldene Buch, Matthias Ginter schwang sich zur Kopfballgranate hoch, und selbst die anfängliche Nervosität wirkte nur wie ein kurzer Schrecken vor dem großen Fest.

Die ersten 15 minuten waren ein krimi ohne schuss

Fehlpass, Hase im Abseits, nächster Fehlpass. Genk stand tief, Freiburg lief sich fest, das Europa-League-Ticker hätte fast die Stoppuhr gekriegt. Dann setzte Grifo den Ball mit Schnitt an den Fünfer, Ginter stieg wie ein Flugzeug ab – 1:0, alles klar. Die Schwarzwald-Stadion-Kälte schmolz in Sekunden.

Die Gäste antworteten mit Konstantinos Karetsas‘ Innenpfosten-Volley und Smets‘ Anschlusstreffer. 2:1 zur Pause, das war keine Vorentscheidung, das war ein offener Kamin. Doch Feuerwehrmann hieß danach wieder Grifo: Smets wollte querlegen, traf stattdessen Grifos Fuß – 3:1, Rekord fällt. Drei Minuten später Manzambi-Sprint, Suzuki-Lupfer, 4:1. Eggesteins 5:1 war nur noch Zierschnörkel.

Celta vigo wartet – und mit ihm die galicien-hölle

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Am 9. April empfangen die Breisgauer Celta Vigo, eine Woche später führt der Weg nach Vigo, wo Atlantikwinde durchs Stadion pfeifen. Trainer Julian Schuster wird seine Abwehr-Ketten schärfen müssen, denn wer Genk in der ersten Hälfte so viel Raum schenkt, kassiert in Spanien gleich das doppelte Pensum. Aber das ist Zukunftsmusik.

Jetzt zählt nur die Gegenwart: Freiburg steht erstmals unter den besten acht Teams Europas. Grifo ist Legende, Ginter Anführer, Atubolu Retter. Und die Fans? Die haben schon mal den Koffer gepackt – Richtung Galizien, mit Zwiebeln und Hoffnung im Gepäck.