Grasshopper zürich: der weg ins cup-finale führt über lausanne

Zürich fiebert dem Schweizer Cup-Halbfinale gegen Stade Lausanne-Ouchy entgegen – ein Spiel, das für die Hoppers mehr als nur ein Weiterkommen bedeuten könnte: Es ist eine Chance, die schwere Liga-Saison doch noch mit einem Glanzauftritt zu krönen und die Erinnerungen an den Triumph von 2013 wiederzubeleben.

Abrashi: emotionen kochen hoch

Für Captain Amir Abrashi, der das Finale von 2013 noch in seinen Knochen spürt, ist die Vorfreude förmlich greifbar. „Die Anspannung steigt von Tag zu Tag“, so der 36-Jährige. „Die Bilder aus dem Halbfinale gegen den FCZ und dem anschließenden Finale sind immer vor Augen. Die Emotionen, Izet Hajrovics Tor in der Verlängerung – pure Energie und Freude. Das kribbelt jetzt wieder im Bauch.“ Die jungen Teamkollegen, so Abrashi, hätten sich bereits nach den Erfolgen von damals erkundigt, als wollten sie das Rezept für den Pokalsieg verstehen.

Messner bereit für jedes szenario

Messner bereit für jedes szenario

Trainer Gernot Messner blickt unbesorgt auf die Aufgabe. Ob Stade Lausanne-Ouchy aus der Challenge League das Spiel diktieren wird oder ob die Hoppers das Zepter in die Hand nehmen, sei ihm gleich. Entscheidend sei die Konzentration auf die eigene Leistung und die Fortsetzung der positiven Entwicklung nach dem 2:0-Sieg gegen Winterthur. „Es war immer eine gute Energie auf dem Platz“, lobt Messner seine Mannschaft, die seit seinem Amtsantritt einen neuen Spirit zeigt.

Die Analyse des Gegners ist abgeschlossen, aber Messner betont: „Wir werden uns auf unsere Spielweise konzentrieren: Kompaktheit, aggressives Gegenpressing, Organisation und Zweikampfstärke. Wenn uns der Gegner Räume bietet, werden wir diese nutzen, aber unser Ziel ist es, schnell zum Torabschluss zu kommen.“

Mehr als nur ein pokalspiel

Mehr als nur ein pokalspiel

Der Schweizer Cup bietet den Grasshopper Zürich die Möglichkeit, die enttäuschende Saisonbilanz zumindest ein wenig aufzubessern. Auch wenn Abrashi klarstellt, dass der Vorletzteplatz in der Super League nicht zu befriedigen sei, so bietet der Pokalsieg doch eine willkommene Abwechslung und die Chance, die Fans wieder zu begeistern. Die Unterstützung auf der Schützenwiese gegen Winterthur war beeindruckend, der „Funke“ ist auf die Fans übergesprungen – ein Gefühl, das jeder Fußballer kennt.

Die Erinnerungen an das denkwürdige Derby-Halbfinale von 2018, das knapp mit 1:2 verloren ging, hängen im Physioraum der Hoppers. Aber dieses Mal gilt es, Geschichte zu schreiben und den ersten Einzug ins Finale seit 2013 zu perfektionieren. Es ist eine Chance, die man sich nicht entgehen lassen darf.