Grasshopper zürich: cup-finale in greifbarer nähe – abrashi mit erinnerungen an 2013

Zürich – Die Spannung ist kaum noch zu übersehen: Der Grasshopper Club Zürich steht kurz vor dem ersten Einzug ins Finale des Schweizer Cups seit 2013. Für Captain Amir Abrashi, der das Team bereits damals verstärkte, ist es eine besondere Reise, die mit der Erinnerung an den damaligen Erfolg gewürzt ist.

Abrashi blickt zurück: derby-flair und ein legendärer treffer

Die Erinnerungen an das Halbfinale 2018 gegen den Stadtrivalen FCZ sind noch frisch, die 1:2-Niederlage schmerzt bis heute. Doch der Triumph von 2013, als GC das Finale gegen den FCZ in der Verlängerung mit 2:1 für sich entscheiden konnte, steht im Vordergrund. Abrashi schilderte bei der Pressekonferenz am Donnerstag, wie die jungen Teamkollegen ihn nach den Details dieses denkwürdigen Halbfinals und des gewonnenen Finales befragten. „Die Bilder hast du immer vor Augen“, so der erfahrene Mittelfeldspieler. „Vor allem, wenn es um den Cup geht, schießen sie dir in den Kopf – das Halbfinale damals, ein Derby, und Izet Hajrovic, der in der Verlängerung ein riesiges Tor macht. Das sind Emotionen – pure Energie und pure Freude.“

Im Physioraum der Hoppers hängen nun auch Bilder von jenem Derby-Halbfinale, eine ständige Erinnerung an die damalige Atmosphäre. Aber Abrashi benötigt keine visuellen Hilfsmittel; die Emotionen sind tief in seinem Gedächtnis verankert.

Trainer messner: fokus auf die eigene leistung

Trainer messner: fokus auf die eigene leistung

Das bevorstehende Halbfinale gegen Stade Lausanne-Ouchy wird für GC zu einem weiteren Test. Trainer Gernot Messner stellt jedoch klar, dass er sich nicht von der Rolle als Favorit blenden lässt. „Es geht darum, an die positive Entwicklung anzuknüpfen, die wir gegen Winterthur gesehen haben“, betonte er. Die Trainingswoche sei wie eine normale Meisterschaftswoche verlaufen, mit Fokus auf taktische Vorbereitung und Flexibilität. „Wir sind auf beide Szenarien vorbereitet, ob sie uns spielen lassen oder uns attackieren. Aber wir werden mehr auf unser Spiel schauen: Kompaktheit, gute Ballarbeit, Organisation und die Zweikämpfe.“

Messner lobte den Halbfinalgegner und betonte, dass die Analyse der Spiele gegen Stade Lausanne-Ouchy sorgfältig vorgenommen wurde. „Mit diesen Ergebnissen braucht man die Mannschaft gar nicht genau anzuschauen, um zu wissen, dass sie Qualität haben muss“, so der Österreicher.

Für Amir Abrashi ist die Vorfreude auf das Spiel groß, obwohl er sich in der vergangenen Woche krankheitsbedingt zurückhalten musste. „Die Mannschaft hat mich gebraucht, und da muss man helfen“, erklärte er. Die Unterstützung der Fans, die im letzten Spiel gegen Winterthur deutlich zu spüren war, motiviert das Team zusätzlich. „Man hat gesehen, wie in Winterthur der Funke von der Mannschaft zu den Fans übergesprungen ist. Das gibt einen extra Schub“, bestätigte Messner.

Trotz des bevorstehenden Cup-Halbfinals und der Chance auf einen Titel, bleibt Abrashi realistisch: „Wenn du Vorletzter bist, kannst du nicht von einer guten Saison sprechen. Das ist uns bewusst.“ Doch für den Moment rücken die Sorgen des Ligaalltags in den Hintergrund, während der Grasshopper Club Zürich den vorletzten Schritt Richtung Finale nimmt. Die Erinnerung an 2013 dient als Motivation, die Chance zu nutzen – und die Fans zu begeistern.