Grasshopper in der krise: sutter stellt team zur rede!
Zürich – Nach der jüngsten Demütigung gegen den FC Sion steht der Grasshopper Club Zürich vor dem wohl wichtigsten Spiel der Saison. Der Abstiegskracher gegen den FC Winterthur am Samstag ist mehr als nur ein Derby – er entscheidet über die Frage, wer in der Super League bleibt und wer in die Challenge League abrutscht.

Sutter: „es muss ein umbruch stattfinden“
Sportchef Alain Sutter ließ nach dem 0:3 gegen Sion jegliche Beschönigung vermissen. In einer hitzigen Kabinenansprache machte er den Spielern klar, dass die gezeigten Leistungen in den letzten Spielen absolut inakzeptabel waren. „Was innerhalb der Kabine passiert, bleibt dort“, so Sutter gegenüber blue Sport, „aber es ist unmissverständlich: Gegen Winterthur müssen wir eine völlig andere Leistung zeigen. Die vergangenen Auftritte waren eine einzige Katastrophe.“
Der Vorsprung auf den Tabellenletzten Winterthur beträgt lediglich fünf Punkte. Ein weiterer Patzer würde die Situation noch weiter verschärfen und den Abstand auf zwei Punkte zusammenschrumpfen lassen. Sutter betonte, dass jeder Spieler nun gezwungen ist, eine „Schippe draufzulegen“. „Wenn das nicht passiert, haben wir keine Chance“, warnte der ehemalige Bayern-Spieler deutlich.
Interessant ist, dass die Winterthurer zwar ebenfalls ihre letzten Partien verloren haben, aber offenbar mit einer größeren Selbstsicherheit in das Duell gehen. Die Hoppers hingegen wirken von Selbstzweifeln geplagt und haben in den letzten Spielen kaum eine ansprechende Leistung gezeigt. Die Stimmung im Team ist gedrückt, aber Sutter scheint entschlossen zu sein, eine Wende zu erzwingen.
Die Frage, ob die scharfen Worte des Sportchefs bei den Spielern ankommen, beantwortet das kommende Spiel. Doch eines ist klar: Die Spieler müssen begreifen, dass die Zeit der Ausreden vorbei ist. Die Verantwortung liegt nun bei jedem einzelnen Spieler, alles zu geben, um den Abstieg zu verhindern. Der Druck ist immens, und die Spieler müssen nun zeigen, ob sie in der Lage sind, unter diesen schwierigen Bedingungen zu bestehen.
