Granada: umbruch nach desastrer saison – kann pacheta das ruder herumreißen?
Die Saison ist gelaufen, und sie war für Granada ein einziges Desaster. Nach einem holprigen Verlauf steht nun die bittere Wahrheit vor dem Verein: ein kompletter Neuanfang ist unausweichlich. Eine tiefgreifende Umstrukturierung des Kaders und die Suche nach passenden Verstärkungen stehen an erster Stelle, eine gewaltige Herausforderung für den andalusischen Klub, der sich eine weitere Saison im Abstiegskampf nicht leisten kann.
Die fluktuation ist enorm: ein fast komplett neues team
Der Abgang von zahlreichen Spielern hat ein riesiges Loch im Kader hinterlassen. Mit dem Rücktritt von Trigueros, der Abgänge von Sergio Ruiz und dem Ende der Leihe von Izan steht die Mannschaft vor einem fast kompletten Neuaufbau. Die sportliche Leitung ist nun gezwungen, drei neue Mittelfeldspieler zu verpflichten, die Alcaraz und Alemañ zur Seite stehen können.
Im Tor ist die Lage besonders angespannt. Unabhängig davon, was mit Luca passiert – er wird ja schließlich bei der WM auf dem Prüfstand stehen und vermutlich ein wahres Angebotsefeuerwerk auslösen – benötigt Granada einen erfahrenen Torwart, der entweder direkt die Nummer eins wird oder zumindest die Konkurrenz zu Zidane junior herstellt. Das wird keine leichte Aufgabe.
Auch in der Defensive gibt es viel zu tun. Der Verlust von Williams, der sich diese Saison als Schlüsselspieler herauskristallisierte, hinterlässt eine große Lücke. Flores, der vom Recreativo kommt, ist bereits fester Bestandteil, aber zwei oder drei weitere Innenverteidiger sind unerlässlich, abhängig davon, welche Rolle Pacheta für Oscar sieht. Die Abwehr muss dringend stabilisiert werden.
Im Angriff herrscht ebenfalls große Notwendigkeit nachzugliedern. Mit Arnáiz und Pascual als einzigen Anspielpunkten ist der Kader in dieser Position viel zu dünn besetzt. Ohne Sola und Pablo Saénz muss unbedingt nach schnellen und dribbelstarken Außenstürmern gesucht werden. Die größte Priorität hat jedoch die Verpflichtung eines Stürmers, der die Verantwortung für die Offensive übernehmen kann – eine Figur, die Granada in dieser Saison schmerzlich vermisst und die möglicherweise den Spielverlauf hätte wenden können. Die Fans sehnen sich nach einem Knipser!
Es liegt ein langer Weg vor Granada, aber mit der richtigen Strategie und den passenden Transfers kann der Verein den Aufstieg zurück in die erste Liga realisieren. Pacheta muss nun zeigen, dass er die Kurve kriegen kann und Granada wieder zu alter Stärke verhelfen kann. Die Zeichen stehen auf Neuanfang, aber der Druck ist enorm.

Die zahlen lügen nicht: ein kader muss neu geformt werden
Die aktuelle Marktwert-Bilanz des Kaders zeigt deutlich den Handlungsbedarf. Mit einem geschätzten Wert von X Euro muss Granada klug und schnell agieren, um den Abstiegskampf der Vergangenheit anzugehören. Ein Umbruch dieser Größenordnung erfordert Mut, Entschlossenheit und vor allem eine klare Vision.
