Gottfridsson: handball-ikone vom szeged rausgeworfen – skandal in ungarn!

Handball-Deutschland staunt, Schweden ist empört: Jim Gottfridsson, die schwedische Handball-Legende, wurde von seinem ungarischen Verein OTB Bank-Pick Szeged fristlos entlassen. Ein Vorgang, der in der Handball-Szene für ungewöhnliche Wellen schlägt und nun von der Europäischen Handball Players Union (EHPU) scharf verurteilt wird.

Ein deal platzt: was geschah wirklich in szeged?

Der 33-jährige Gottfridsson, der seine Karriere nach zwölf Jahren bei den SG Flensburg-Handewitt in Ungarn ausklingen lassen wollte, soll von seinem Verein zu einem Gespräch gebeten worden sein. Dort wurde er gefragt, wann er seine Leistungen seinem hohen Gehalt anpassen würde. Was folgte, schockierte die Handball-Welt: Nur einen Tag später erhielt Gottfridsson die fristlose Kündigung seines bis 2028 laufenden Vertrags.

Die genauen Hintergründe sind noch unklar, doch Berichten von Sport BILD zufolge soll es sich um eine willkürliche Aktion des Klubs handeln. Ein Verhalten, das selbst bei Top-Vereinen Kopfschütteln auslöst. Der Schwede hat sich mittlerweile juristisch beraten lassen und der Weg zu einem ungarischen Arbeitsgericht scheint unausweichlich.

Ehpu schaltet ein: solidarität für gottfridsson

Ehpu schaltet ein: solidarität für gottfridsson

Die Europäische Handball Players Union (EHPU), die bereits seit 2008 existiert und Top-Stars wie Dika Mem, Emil Nielsen, Mathias Gidsel und Simon Pytlick unter ihrem Dach vereint, hat auf den Fall Gottfridssons mit Nachdruck reagiert. Präsident Torben Vinther erklärte auf dem Instagram-Account der EHPU: „Wir bringen unsere uneingeschränkte Unterstützung für Gottfridsson zum Ausdruck.“

Die EHPU betont die Bedeutung von Vertragsintegrität und Professionalität im Sport. „Es ist von großer Bedeutung, dass ein Vertrag zwischen einem Verein und einem Spieler von beiden Parteien eingehalten wird und dass dieser Vertrag nicht ohne triftigen Grund einseitig von einer Partei gekündigt werden kann.“ In Szeged scheint genau das Gegenteil der Fall zu sein – ein Affront gegen einen derartigen Sportstar.

Die Frage, die sich nun stellt, ist: Wird dieser Fall ein Präzedenzfall sein und die Arbeitsbedingungen für Handball-Profis in Ungarn nachhaltig verändern? Oder bleibt es ein tragischer Einzelfall, der die Reputation des ungarischen Handballs nachhaltig beschädigt?