Göppingen ehrt handball-legende: edwin vollmer in der hall of fame!

Ein Name hallt in der Geschichte des Frisch Auf Göppingen wider wie kaum ein anderer: Edwin Vollmer. Der Mann, der den Verein über Jahrzehnte prägte, wurde nun in die frisch gegründete Hall of Fame aufgenommen – ein wohlverdienter Applaus für eine außergewöhnliche Karriere.

Vollmer: mehr als nur ein spieler

Vollmer: mehr als nur ein spieler

Die Ehrung fand in einer elektrisierenden Atmosphäre während der Halbzeitpause des Bundesliga-Duells gegen den SC Magdeburg statt, bei dem die EWS Arena ausverkauft war. Jugendspieler des Nachwuchszentrums präsentierten stolz die Präsentationstafel mit dem Konterfei und den beeindruckenden Erfolgen des Handball-Veteranen. Diese Tafel wird nun einen festen Platz im Foyer der Arena finden und an Vollmers Leistungen erinnern.

Edwin Vollmer ist mehr als nur ein Name in den Vereinsbüchern. Er war ein prägender Faktor für den Erfolg von Frisch Auf Göppingen. Als Spieler bereits in den 1950er Jahren zu den Leistungsträgern avanciert, feierte er unter Trainer Heinrich Zeller zahlreiche Deutsche Meisterschaften im Feld- und Hallenhandball. Der erste Europapokalsieg 1960 – ein historischer Moment für den Verein und für Vollmer persönlich.

Doch seine Rolle ging weit über das reine Spiel hinaus. Ab 1961 übernahm Vollmer das Amt des Spielertrainers und führte seine Mannschaft 1962 zur erfolgreichen Titelverteidigung im Europapokal. Auch als alleiniger Trainer blieb er bis 1965 erfolgreich, bevor die Qualifikation für die neu gegründete Handball-Bundesliga verfehlt wurde.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Neun Deutsche Meisterschaften (darunter zwei im Feld) und zwei Europapokalsiege – Edwin Vollmer ist der Spieler mit den meisten Titeln in der Göppinger Vereinsgeschichte. Im Schatten von Legenden wie Bernhard Kempa und Horst Singer agierte er stets mit Demut und Leidenschaft, doch sein Einfluss auf den Verein ist unbestreitbar.

Neben seiner Tätigkeit für Frisch Auf Göppingen war Vollmer auch Teil der deutschen Nationalmannschaft. Zwei Weltmeisterschaften und 29 Länderspiele zeugen von seiner Bedeutung auch auf internationaler Ebene. Die Bronzemedaille bei der WM 1958 und der vierte Platz bei der WM 1961 mit dem letzten gesamtdeutschen Team sind weitere Glanzlichter seiner Karriere.

Die Aufnahme in die Hall of Fame ist nicht nur eine Würdigung seiner sportlichen Leistungen, sondern auch ein Zeichen des Dankes für seine unermüdliche Arbeit und sein Engagement für Frisch Auf Göppingen. Edwin Vollmer hat den Verein geprägt wie kaum ein anderer – und sein Vermächtnis wird weiterleben.