Göppingen ehrt handball-legende: edwin vollmer in der hall of fame!
Ein Mann, der die Geschichte des TSV Frisch Auf göppingen maßgeblich geprägt hat, wurde nun gewürdigt: Edwin Vollmer ist offiziell in die Hall of Fame des Vereins aufgenommen worden. Die Ehrung fand im Rahmen des mit Spannung erwarteten Bundesliga-Duells gegen den SC Magdeburg statt und markiert einen weiteren Höhepunkt in der bewegten Karriere des Handball-Ausnahmespielers und -Trainers.

Vollmer: mehr als nur neun meistertitel
Die Hall of Fame von Frisch Auf göppingen ist eine Initiative, um verdiente Spieler und Trainer zu ehren, die das Gesicht des Vereins über Jahrzehnte hinweg geprägt haben. Bernhard Kempa und Horst Singer waren bereits Mitglieder, nun gesellt sich Edwin Vollmer zu dieser illustren Schar. Die Präsentationstafel mit seinem Konterfei und einer Auflistung seiner Erfolge fand im Rahmen eines feierlichen Einzugs durch Jugendspieler des Nachwuchszentrums statt – ein Bild, das in die Vereinsgeschichte eingehen wird.
Edwin Vollmer, dessen Name untrennbar mit den goldenen Jahren des Göppinger Handballs verbunden ist, begann seine Karriere bereits 1953 im aktiven Bereich. Unter Trainer Heinrich Zeller avancierte er in der Jugend zu einem der talentiertesten Spieler. In den 1950er Jahren dominierte Frisch Auf mit Vollmer im Team die deutsche Handball-Szene und feierte zahlreiche Erfolge, sowohl im Feld- als auch im Hallenhandball.
Der erste Europapokalsieg 1960 – ein unvergesslicher Moment für den gesamten Verein und natürlich auch für Edwin Vollmer, der als Spielertrainer bereits 1962 die Titelverteidigung im Europapokal sicherstellte. Auch nach seiner aktiven Zeit als Spieler blieb Vollmer dem Verein treu und übernahm das Traineramt, mit dem er 1965 erneut die deutsche Meisterschaft im Hallenhandball gewann. Die verpasste Qualifikation für die Handball-Bundesliga von 1966 sollte jedoch das Ende seiner Trainerlaufbahn bedeuten.
Mit insgesamt neun deutschen Meistertiteln (darunter zwei im Feld) und zwei Europapokalsiegen hat Edwin Vollmer die meisten Titel eines Göppinger Spielers auf seinem Konto. Im Schatten der großen Namen Kempa und Singer – ein Umstand, der seinen Wert für den Verein keineswegs schmälert. Seine 29 Länderspiele und zwei Teilnahmen an Handball-Weltmeisterschaften (mit Bronze bei der WM 1958 und Platz vier bei der WM 1961) zeugen von seiner Bedeutung auch für die deutsche Nationalmannschaft.
Die Präsentationstafel mit dem Konterfei von Edwin Vollmer wird nun einen würdigen Platz im Foyer der EWS Arena göppingen finden – ein ständiges Mahnmal an die Leistungen eines außergewöhnlichen Sportlers, der den Göppinger Handball über Jahrzehnte hinweg geprägt hat. Seine Erfolge sind mehr als nur Zahlen; sie sind ein Symbol für Leidenschaft, Engagement und die unbändige Kraft des Teams.
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