Goggia jagt revanche in soldeu: super-g-krimi um die kleine kristallkugel
Sofia Goggia spuckt nach dem Sechsten von gestern Energie. Um 10.15 Uhr donnert sie in Soldeu erneut ins Andorranische Eis, diesmal mit Startnummer 11 – und mit dem festen Willen, die kleine Kristallkugel im Super-G schon heute klar zu machen. 320 Punkte stehen auf ihrem Konto, nur 20 mehr als die Neuseeländerin Robinson, die als Sechste der gestrigen Jagd direkt vor ihr wegflitzen wird.
Brignone will den fehler von gestern auslöschen
Federica Brignone schlief schlecht. 2,17 Sekunden hinter Kira Aicher ließ sie gestern liegen, landete auf Rang 15. Für eine Doppel-Olympiasiegerin ein Kratzer im Lack. Heute geht sie mit der 7 auf die Piste, das Visier tiefer, die Schultern entspannter – und mit der Erfahrung, dass ein einziger perfekter Lauf reicht, um wieder in die Spur zurückzufinden.
Die Deutsche Aicher, gestern unerreichbar schnell, startet heute als 13. Sie kennt die Lawine, die ihr folgt: Goggia, Brignone, Suter, Melesi – alle haben den Zielhang studiert, die Kanten neu geschliffen, die Nerven blankgelegt.
Die rechnung ist simpel, die lösung brutal
Noch drei von acht Super-Gs sind zu fahren. Wer heute punktet, kann im März schon feiern. Wer stolpert, schaut von außen zu. Die Kugel ist klein, aber ihr Gewicht zieht jeden Meter der 2,1 Kilometer langen Strecke von Soldeu in die Knie.
Live geht’s auf Rai Due und Eurosport 1, parallel liefert Gazzetta.it jede Zwischenzeit. Die Sonne steht noch tief, der Schnee knirscht – und irgendwo zwischen Starthaus und Zielbanner wartet schon die nächste Geschichte, die sich morgen in den Sportseiten wiederfindet.
Am Ende zählt nur die Uhr. Und die lügt nie.
