Bezzecchi schockt buriram, márquez fliegt raus – motogp startet mit knall
Marco Bezzecchi lässt Buriram jubeln und die Ducati-Chefs verzweifeln. Der Aprilia-Neuzugang riss beim Saisonauftakt der MotoGP die Start-Ziel-Fahne, während Titelverteidiger Marc Márquez mit einem ramponierten Hinterrad und einem finsteren Blick in der Boxenallee stand.
Was für ein Sonntag. Bezzecchi dominiert das Rennen von der ersten bis zur letzten Runde, Pedro Acosta und Raúl Fernández folgen als Platzierte – alles klar? Nicht ganz. Hinter den Top-3 brodelt es. Die Ducati-Armada rutschte aus, stürzte, schleppte sich zur Box. Marc Márquez, frisch operiert und ohne Renntraining im Winter, hatte nach dem Sprint von Samstag noch Luft nach oben gewittert. Dann kam Kurve 8, ein Aufsetzer, ein wackelndes Hinterrad – Aus.
Lo que nadie cuenta es: Acosta verlässt Thailand als Weltmeister-in-spe. Der 20-Jährige sammelt 41 Punkte, während der siebenfache Champion mit einer Null auf der Habenseite nach Hause fliegt. Die Rechnung ist simpel: Wer in Buriram patzt, muss in Katar und Katar-Katar gewinnen, sonst wird die Titelverteidigung zur Achterbahn ohne Notbremse.
Deutsche bleiben außen vor – razgatlioglu liefert türkei premierenjubel
Kein deutscher Fahrer am Start? Richtig. Stattdessen erlebte Toprak Razgatlioglu seine MotoGP-Premiere und lieferte der Türkei den ersten Grand-Prix-Punkt überhaupt. Die Tribünen tobten, die sozialen Netzwerke explodierten. Deutschland schaut dabei – und wartet weiter auf einen Nachfolger für Jonas Folger.
Die Saison ist lang, 21 Rennen folgen noch. Am 12. Juli rollt der Sachsenring, Márquez’ traditioneller Jagdboden. Doch wer glaubt, dort sei automatisch die Wende geschafft, unterschätzt die Aprilia-Revolution. Bezzecchi fühlt sich in Noale sichtlich wohler als jemals in Borgo Panigale. Seine Aussage nach dem Rennen: „Das Bike spielt Musik, ich dirigiere.“ Kein Schleifen, keine Überschlag, nur pure Kontrolle.
Valencia am 22. November ist das Ziel, doch schon jetzt zeigt sich: Die vermeintliche Ducati-Dominanz hat Risse bekommen. Wer auf Bezzecchi und Acosta setzt, darf Márquez nicht abschreiben – aber die Psychologen bekommen Arbeit. Denn der siebenfache Weltmeister hasst nichts mehr als Punkte-Nullen. Und Buriram war eine ganz große.
