Girona stolpert: demichelis feiert wichtigen sieg im abstiegskampf
Ein knapper Erfolg, der mehr bedeutet: Girona verlor am Freitag überraschend mit 0:1 gegen Mallorca, doch die Erleichterung im Lager der Mannschaft von Trainer Martín Demichelis ist spürbar. Drei Punkte, die im Abstiegskampf Gold wert sind – und das in einem Moment, der psychologisch kaum besser kaum sein könnte.

Die reaktion macht den unterschied
„Wir haben es gebraucht“, erklärte Demichelis nach dem Spiel. „Wir wussten vor dem Spiel, dass ein Sieg uns nicht nur sportlich weiterbringt, sondern auch die Konkurrenz zusätzlich unter Druck setzt.“ Die Niederlage gegen Alavés hatte die Stimmung im Team sichtlich getrübt, doch die Reaktion in Girona war beeindruckend. Eine „Rebellion“, wie Demichelis es nannte, gegen die Negativspirale.
Die erste Halbzeit gehörte dem überaggressiven Mallorca, das Girona das Leben schwer machte. „Sie waren extrem mutig und haben uns mit ihrer hohen Pressinglinie viel Arbeit aufgegeben“, räumte der argentinische Coach ein. Doch nach dem Seitenwechsel übernahm Girona die Kontrolle, auch wenn die Überlegenheit nicht in Zählern resultierte. Die Spieler zeigten eine bemerkenswerte Bereitschaft zu leiden, diesen knappen Sieg über die Ziellinie zu bringen.
Es ist mehr als nur ein Punktgewinn. Demichelis betonte, dass die Mannschaft „spirituell, mental und im Teamgefüge gestärkt“ aus Girona hervorgeht. Ein wichtiges Zeichen im Abstiegskampf, der alles andere als gelaufen ist.
Doch es gibt auch Schattenseiten: Die Gastroenteritis, die in dieser Woche sechs Spielerinnen und Spielern zu verpassen ließ, ist noch nicht vollständig unter Kontrolle. Jan Virgili, der im Laufe der Partie eingewechselt wurde, bat überraschend um einen Auswechslungswechsel, da er „einfach dringend auf die Toilette musste“. Ein kleiner, aber feiner Beweis dafür, dass selbst im professionellen Fußball nicht immer alles nach Plan verläuft. Die kommenden Tage werden zeigen, ob sich die Situation stabilisiert und Demichelis seine Auswahlmöglichkeiten erweitern kann. Gegenwärtig ist eines klar: Der Kampf um den Klassenerhalt ist eine Frage der Nerven und der körperlichen Fitness.
