Girona bangt: stuani rettet punkt gegen real sociedad!
Montilivi bebte förmlich, als Cristhian Stuani, der Mann der Stunde, erneut zum Retter des FC Girona wurde. Ein spät erzielter Treffer gegen die Real Sociedad sicherte seinem Team einen Punkt, doch die Zeichen stehen für die Katalanen düster: Sechs Spiele ohne Sieg und nur drei von achtzehn möglichen Punkten verdeutlichen die angespannte Lage am Tabellenende.

Verteidigung wankt, angriff lechzt nach konstanz
Die Partie verlief ähnlich wie viele der letzten Wochen für Girona: Eine kämpferisch starke Leistung, zahlreiche Torchancen, aber schlichtweg die fehlende Durchschlagskraft im Abschluss. Das Team von Míchel agierte mutig, zeigte Aggressivität im Ballbesitz und – gegenball, doch die Chancen wurden nicht konsequent verwertet. Ein weiteres Mal fiel auf, dass die Abwehrreihe des FC Girona anfällig wirkt und die Defensive dringend stabiler werden muss, wenn man den Abstiegskampf gewinnen will.
Doch dann kam Stuani. Der Stürmer, der in den letzten vier Tagen bereits in Vallecas ein entscheidendes Tor erzielt hatte, bewies einmal mehr seine Bedeutung für die Mannschaft. Sein Treffer zum 1:1 war nicht nur ein Glücksfall, sondern das Ergebnis unermüdlichen Einsatzes und großer Erfahrung. Die Tatsache, dass der Uruguayer seit einer Woche mit Knieproblemen zu kämpfen hat und sich regelmäßig einschleusen lassen muss, macht seine Leistung umso bemerkenswerter.
Ein weiterer Aspekt, der die Situation des FC Girona erschwert, ist die anhaltende Verletzungsmisere um Abel Ruiz. Der Angreifer, der erneut aufgrund von Ischiocruralproblemen ausfiel, hat in dieser Saison kaum Einsatzzeit bekommen und ist zu einem Schatten seiner selbst geworden. Seine dauerhaften Muskelprobleme lassen seine Zukunft im Trikot des FC Girona fraglich erscheinen. Míchel musste darauf reagieren und die Startelf umbauen, wobei Fran Beltrán und Thomas Lemar den Platz räumten für Iván Martín und Bryan Gil. Eine taktische Anpassung, die zwar frischen Wind brachte, aber letztendlich nicht ausreichte, um den Sieg davonzutragen.
Die Tabelle lügt nicht: Girona befindet sich in einer gefährlichen Situation. Zwei Spieltage vor Saisonende ist die Lage ernst. Es braucht nun zwei Siege und eine gehörige Portion Glück, um den Klassenerhalt zu sichern. Der Druck ist enorm, und die Spieler müssen alles geben, um die Abstiegslinie zu verlassen. Die Abhängigkeit von Stuani ist jedoch ein zweischneidiges Schwert. Während er derzeit die einzige Konstanz im Angriff darstellt, birgt die hohe Belastung auch das Risiko einer Verletzung oder einer Formdelle. Die kommenden Tage werden entscheidend sein für die Zukunft des FC Girona.
