Giro d'italia: vingegaard jagt etappen-triple – kann er anquetil übertrumpfen?

Mailand – Die 109. Auflage der „Rosa“ beginnt am kommenden Freitag in Bulgarien, und die Sportwelt hält den Atem an. Das Spezialheft zur bevorstehenden Rundfahrt liegt der Gazzetta dello Sport am Sonntag bei und verspricht Einblicke, Analysen und Geschichten, die weit über das reine Rennen hinausgehen. Ein Wettlauf, der nicht nur um die sportliche Leistung, sondern auch um historische Dimensionen geht.

Der däne mit dem traum von der perfektion

Im Zentrum des Interesses steht Jonas Vingegaard. Der dänische Ausnahmeathlet, der bereits zweimal die Tour de France für sich entscheiden konnte, wagt nun den Angriff auf den Giro d'Italia. Sollte er siegen, würde er zu einer absoluten Legende des Radsports avancieren und in eine illustre Riege von Namen wie Anquetil, Gimondi, Merckx, Hilault, Contador, Nibali und Froome eintreten – eine Leistung, die bisher nur wenigen Athleten vergönnt war. Seine Aufstieg, die entscheidenden Momente seiner Karriere und sogar Einblicke in sein Privatleben werden in dem Spezial aufgearbeitet. Dabei zeigt sich Vingegaard als fairer Sportsmann, der auch im Kampf um den Sieg Respekt und Fairness bewahrt.

Italienische hoffnungen: ganna und milan im fokus

Italienische hoffnungen: ganna und milan im fokus

Doch was bedeutet das für die italienischen Fahrer? Die Hoffnung ruht auf Könnern wie Filippo Ganna, der als einer der Top-Favoriten für das Einzelzeitfahren über 42 Kilometer gilt, und Jonathan Milan, der mit seinen Sprintfähigkeiten für Spannung sorgen könnte. „Filippo ist der Beste der Welt im Zeitfahren, und Jonathan ist ein Ausnahmefahrer im Sprint. Sie sind unsere Juwelen“, erklärt Elia Viviani, der nach seinem Abschied von der Profi-Karriere nun als Sportdirekteur bei Ineos-Grenadiers tätig ist. Auch Pellizzari wird als vielversprechend gehandelt.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem zehnten Jahrestag des letzten italienischen Giro-Siegs durch Vincenzo Nibali. Ein Gespräch mit dem ehemaligen Champion wirft einen Blick zurück auf seine einzigartige Karriere, seine Erfolge bei Tour, Vuelta und Lombardei und seine schönsten sowie bittersten Momente. Nibali spricht offen über seine Gefühle während der Rennen und die Last, die mit dem Erwartungsdruck verbunden war: „2016 habe ich die Rundfahrt fast gehasst, weil es so schien, als müsste ich sie unbedingt gewinnen.“

Historische momente und eine umfassende rundfahrt-guide

Historische momente und eine umfassende rundfahrt-guide

Das Spezialheft bietet zudem einen spannenden Rückblick auf die Giro d'Italia von 1946, die Gino Bartali mit einem hauchdünnen Vorsprung vor Fausto Coppi gewann – ein Symbol für den Wiederaufbau Italiens nach den Schrecken des Krieges. Ein bewegendes Zeugnis einer Ära. Vervollständigt wird das Angebot durch eine umfassende Rundfahrt-Guide von Davide Cassani, die alle 21 Etappen mit detaillierten Informationen zu Streckenprofilen, Distanzen und Schwierigkeitsgraden präsentiert. Ergänzt wird dies durch Informationen zu den Teams, den Fahrern, den Klasifikationen und dem Giro-E.

Selbstverständlich darf auch der modische Aspekt nicht fehlen: Die Style-Sektion des Magazins lässt das Thema Radsport in den Bereichen Mode, Automobil, Bücher und Uhren aufleben.