Giro d'italia: massensturz überschattet auftakt – magnier im rosa
Burgas – Dramatik pur beim Auftakt des Giro d'Italia! Ein Massensturz kurz vor dem Ziel der ersten Etappe hat zahlreiche Sprinter erwischt, darunter auch einige Favoriten auf den Tagessieg. Trotz des Chaos sicherte sich Paul Magnier (Soudal-Quick-Step) das erste Rosa Trikot – ein glücklicher Start für den Belgier in einem chaotischen Finale.
Die szene: chaos im bulgarischen burgas
Nach weitgehend ruhigen 140 Kilometern eskalierte die Situation im letzten Kilometer. Eine Fahrbahnverengung führte zu einem Sturz, in den eine Vielzahl von Fahrern verwickelt war. Besonders schmerzhaft erwischte es Erlend Blikra (Uno-X Mobility), der als erster zu Fall kam und eine beachtliche Anzahl an Prellungen und Hautabschürfungen davontrug. Auch Kaden Groves (Alpecin-Premier Tech) hatte mit dem Pech zu kämpfen und erlitt Verletzungen an Schulter, Ellbogen und Unterschenkel.
Die 5-Kilometer-Regel sorgte dafür, dass alle Fahrer die gleiche Zeit erhielten, was das Gesamtklassement vorerst nicht beeinflusste. Tim Torn Teutenberg (Lidl-Trek) beschrieb die Atmosphäre im Finale: „Es war den ganzen Tag eigentlich recht entspannt, aber wenn alle frisch ins Finale kommen, wird es ganz schön hektisch.“ Die Enge auf der Straße und das Bemühen, sich optimal zu positionieren, führten dann zu dem unglücklichen Sturz.

Groenewegen gibt entwarnung – blikra blickt nach vorne
Dylan Groenewegen (Unibet-Rose Rockets) stürzte ebenfalls, konnte aber offenbar mit etwas Glück und schneller Reaktion schlimmere Verletzungen vermeiden. Sein Sprint-Coach Marcel Kittel äußerte sich direkt im Ziel vorsichtig optimistisch: „Wir werden ihn natürlich am Hotel nochmal tiefgehender durchchecken und dann wissen wir mehr.“ Nach einer eingehenden Untersuchung gab das Team jedoch Entwarnung – Groenewegen will am Samstag wieder an den Start gehen.
Erlend Blikra hingegen blickt einer „lange Wochen“ entgegen, wie er selbst sagte. „Es war am Ende eine wirklich enge Straße, und mir ist das Vorderrad weggezogen worden“, erklärte er. Die Wunden am Rücken sind deutlich sichtbar, aber der norwegische Fahrer will kämpfen.
Matteo Moschetti (Pinarello - Q36.5) stürzte direkt über Blikra und erlitt ebenfalls einige Kratzer. Sein Team kündigte ein Update für den Samstagmorgen an. Die Fahrer und Teams müssen sich nun von dem Schock erholen und sich auf die kommenden Etappen konzentrieren. Der Giro d'Italia hat mit einem dramatischen Auftakt seine Pforten geöffnet – ein Zeichen dafür, dass es eine anstrengende und unvorhersehbare Rundfahrt werden könnte.
Denn eins ist klar: Im Profisport ist das Pech oft schneller als der Ehrgeiz.