Giro d'italia 2024: blockhaus-königsklasse und dolomiten-finale!

Die Vorfreude auf die 107. Austragung des Giro d'Italia (8. bis 31. Mai) ist groß – und die neue Route verspricht ein Spektakel der Extraklasse. Nach den ersten drei Etappen in Bulgarien, die die Sprinter in Position bringen sollen, wendet sich die Corsa Rosa dem Herzen Italiens zu, bevor die Entscheidung in den majestätischen Dolomiten fällt.

Ein frühes feuerwerk im blockhaus

Bereits in der siebten Etappe, am 15. Mai, wird die Rundfahrt zur echten Härtetest. Das Finale in Blockhaus steht an, und die Organisatoren haben sich für die anspruchsvollste Variante entschieden. Über 246 Kilometer müssen die Fahrer sich quälen, wobei die letzten zehn Kilometer konstant Steigungen von mehr als zehn Prozent erwarten lassen. Eine absolute Zerreißprobe, die das Feld frühzeitig sortieren wird. Ob ein Anfahrer hier schon die Vormachtstellung übernehmen kann? Das wird die entscheidende Frage sein.

Die Strecke ist zudem die längste des gesamten Giros, was die Belastung noch weiter erhöht. Nach einem Ruhetag folgt dann ein 40 Kilometer langes Einzelzeitfahren in der Toskana, das zwar keine größeren Schwierigkeiten birgt, aber dennoch entscheidend für die Tageszeitwertung und die Gesamtklassement-Konstellation sein könnte. Vor allem die Zeitfahranfänger werden hier unter Druck geraten.

Dolomiten-finale mit höllenritt

Dolomiten-finale mit höllenritt

Doch das eigentliche Highlight der Rundfahrt ist die dritte Woche, die mit einem Abstecher in die Schweiz beginnt. Die 16. Etappe mag zwar nur 113 Kilometer lang sein, endet aber mit einer Bergankunft in Cari. Dann folgt der ultimative Höhepunkt: Die Dolomiten. Die 19. und 20. Etappen führen über ikonische Pässe wie den Passo Giau und den Passo Falzarego. Die Fahrer werden insgesamt 5000 Höhenmeter bewältigen müssen – ein wahrer Höllenritt, der die Beine in Brand setzen wird.

Die Organisatoren haben sich bei der Gestaltung der Route auch an die tragische Erdbebenkatastrophe von 1976 in Friaul erinnert und die Fahrer durch das betroffene Gebiet führen. Ein emotionaler Moment, bevor es dann erneut zweimal steil nach Piancavallo geht, wo die Gesamtwertung endgültig entschieden wird. Das große Finale am 31. Mai in Rom markiert das Ende einer rund 3459 Kilometer langen Reise durch Italien und Bulgarien.

Vorjahressieger Simon Yates äußerte sich bereits begeistert: „Blockhaus ist ein sehr harter Anstieg, und die Aosta-Etappe wird wahrscheinlich der Schlüssel sein.“ Seine Worte unterstreichen die außergewöhnliche Schwierigkeit der Strecke. Die Gesamtdistanz beträgt 3459 Kilometer mit satten 50.000 Höhenmetern – eine Mammutaufgabe für die Fahrer.