Ginter platzt die hutschnur: freiburg-star kassiert dicke strafe!

Der SC Freiburg muss sich nach dem glücklichen 2:1-Sieg gegen Bayern München nicht nur über die verlorene Chance auf mehr Punkte ärgern, sondern auch über die Eskapade seines Abwehrkapitäns Matthias Ginter. Der Innenverteidiger wurde vom DFB für sein Verhalten nach dem Spiel mit einer hohen Geldstrafe belegt – ein teurer Nachmittag für den 32-Jährigen und ein Schlaglicht auf die angespannte Atmosphäre im Breisgau.

Ginter verliert die nerven vor der schiedsrichterkabine

Die Partie gegen die Bayern war ein Nervenkrimi bis zur letzten Sekunde. Freiburg ging durch einen Treffer von Kübler in Führung, doch die Münchner glichen aus. In der Nachspielzeit markierte Karl dann das umstrittene 2:1. Dieser Spielverlauf, gepaart mit der umstrittenen Verdoppelung der Nachspielzeit, ließ bei einigen Freiburgern Frust aufkommen. Besonders Ginter konnte seine Emotionen offenbar nicht kontrollieren. Augenzeugen berichten, dass der Abwehrchef, noch bevor der Schiedsrichter Daniel Siebert die Kabine verlassen hatte, wutentbrannt vor der Tür des Schiedsrichtergespanns auftauchte, schrie und gegen die Tür trat. Der Satz „Immer verpfeift ihr uns!“ soll dabei deutlich zu hören gewesen sein.

Ein unsportliches Verhalten, das Konsequenzen hat. Das DFB-Sportgericht wertete Ginters Ausraster als unsportlich und verhängte eine Geldstrafe von 15.000 Euro. Zuvor hatte der DFB-Kontrollausschuss bereits Anklage gegen den Führungsspieler erhoben. Ginter hat das Urteil mittlerweile akzeptiert, womit es rechtskräftig ist.

Mehr als nur frust über die schiedsrichterentscheidungen

Mehr als nur frust über die schiedsrichterentscheidungen

Während Ginter seine Wut an der Schiedsrichterkabine entlud, zeigte Freiburgs Linksverteidiger Christian Günter ein deutlich besseres Nervenmanagement. Er entschuldigte sich bei Siebert, meinte aber, er werde sich später zu Wort kommen lassen, wenn er sich beruhigt habe – und hielt sein Wort. Der Frust richtete sich aber nicht nur gegen die Schiedsrichterentscheidungen. Die lange Nachspielzeit und die strittige Eckball-Entscheidung vor dem 2:2 für Bayern trugen ebenfalls zur Anspannung bei.

Trainer Julian Schuster hatte nach dem Spiel ebenfalls die Länge der Nachspielzeit bemängelt und sich gewundert, warum der Unparteiische die Zeit noch laufen ließ, obwohl der Ball bereits im Netz lag. Die Situation verdeutlicht, wie angespannt die Stimmung im Freiburg-Team war und wie schwer es fiel, die verdienten Punkte gegen den Rekordmeister zu behalten. Ginter, der mit seiner Führungsrolle eigentlich Stabilität ausstrahlen sollte, geriet hier offensichtlich aus der Kontrolle. Die Frage, ob dieser Vorfall das Team zusätzlich belastet, bleibt abzuwarten.

Die Strafe für Ginter mag hoch erscheinen, aber sie ist ein deutliches Signal des DFB, dass unsportliches Verhalten in dieser Form nicht toleriert wird. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Vorfall eine Lehre für alle Beteiligten ist und die Spieler künftig ihre Emotionen besser kontrollieren können. Denn im Profifußball, so hat der Fall Ginter gezeigt, kann ein unkontrollierter Ausbruch schnell teuer werden – nicht nur finanziell, sondern auch für das Ansehen des Teams.