Giacomel-pech: schulterluxation stoppt biathlon-star!
Ein erneuter Schock für Tommaso Giacomel: Nur wenige Monate nach seiner Herz-OP und dem Olympia-Drama beißt der italienische Biathlon-Star erneut auf die Zähne. Ein unglücklicher Sturz im Training hat ihn ausgebremst – und das kurz vor dem Saisonstart.

Die bittere diagnose: schulterluxation
Der 26-Jährige teilte auf Instagram ein Bild aus dem Krankenwagen und ließ seiner Enttäuschung freien Lauf. „2026 liefert weiter“, schimpfte Giacomel, sichtlich frustriert über den Rückschlag. Ein Ausrutscher auf Moos führte zu einer Luxation der linken Schulter – eine Verletzung, die im Biathlonsport, wo präzise Schulterkraft für schnelles Laufen und sicheres Schießen unerlässlich ist, besonders schmerzhaft kommt. Die Ausfallzeit ist derzeit ungewiss, doch eines steht fest: Die Vorbereitung auf die kommende Saison ist erheblich beeinträchtigt.
Es ist kein Geheimnis, dass Giacomel in den letzten Jahren zu den Top-Athleten im Biathlon gehörte. Er konnte den Norwegern und Franzosen immer wieder Paroli bieten und schloss die Saison 2024/25 auf dem sechsten Platz ab. Sein erster WM-Einzelmedaille war ein Meilenstein, nachdem er zuvor vor allem in Staffeln für Edelmetall gesorgt hatte. Die starken Leistungen im Januar, als er drei Weltcup-Rennen hintereinander gewann, zeigten sein Potenzial. Doch die Olympischen Spiele in Antholz waren ein Albtraum.
Das Olympia-Drama und die Herz-OP
Nach einer Silbermedaille in der Mixed-Staffel kam es zu einem dramatischen Moment im Massenstart-Wettbewerb: Giacomel musste das Rennen führend abbrechen, nachdem er plötzlich Angst verspürte. Die Diagnose: ein Herzfehler, der eine kurzfristige Operation erforderte. „Ich hatte Angst, als ich angehalten bin“, schilderte er später die traumatischen Erlebnisse. Der Eingriff verlief glücklicherweise positiv, und Giacomel sprach von einem guten körperlichen Zustand.
Aber wie so oft im Sport: Gerade als man denkt, das Schlimmste sei überstanden, schlägt das Schicksal erneut zu. Dass nun auch noch die Schulter zu kämpfen hat, ist ein harter Schlag für den jungen Italiener und wirft einen langen Schatten auf seine Saisonvorbereitung. Ob er es rechtzeitig zum Saisonstart in Kontiolahti schaffen wird, bleibt abzuwarten. Die Wartezeit bis zum 26. November ist lang – und Giacomels Geduld wird auf eine harte Probe gestellt.
Die Frage, die sich nun stellt, ist nicht, ob Giacomel zurückkehren wird, sondern wie schnell er wieder zu alter Stärke finden kann. Denn das Olympia-Drama und die darauffolgende Herz-OP haben seine mentale Stärke ebenso gefordert wie seinen Körper. Die nächste Herausforderung ist ihm gewiss.
