Getafe: bordalás vor abschied? celestini bereit!
Ein Erdbeben könnte in Getafe bevorstehen: José Bordalás, der Mann, der den Club sensationell in die Conference League führte, steht vor einer Zerreißprobe. Während Ángel Torres, der Präsident, weiterhin auf den Erfolgstrainer setzt, mehren sich die Anzeichen, dass Bordalás Getafe verlassen könnte – und Fabio Celestini, ein alter Bekannter, lauert bereits in den Startlöchern.
Die entscheidung liegt bei bordalás
Die Situation ist delikat. Bordalás, der in Getafe fast schon Kultstatus genießt und kürzlich zur Adoptivfigur der Stadt ernannt wurde, befindet sich in Gesprächen mit Torres über eine Vertragsverlängerung. Doch das Interesse anderer Vereine, darunter Sevilla und Espanyol in LaLiga sowie Klubs aus dem Ausland, macht die Entscheidung des Trainers äußerst schwierig. Sein Vertrag läuft am 30. Juni aus, und die finanzielle Lage des Vereins erschwert eine Einigung zusätzlich.
Verkäufe sind notwendig: Die Abgänge von Leistungsträgern wie Milla, Juan Iglesias und höchstwahrscheinlich Arambarri, gepaart mit den Schwierigkeiten, Spieler zu verkaufen, um die Gehaltsgrenze einzuhalten, belasten die Verhandlungsposition von Bordalás erheblich. Die Conference League und der siebte Platz bringen zwar eine gewisse finanzielle Erleichterung, doch sie gleichen den frustrierten Transfer von Christantus Uche zum Crystal Palace bei Weitem nicht aus. LaLiga wird Getafe auffordern, weitere Spieler abzugeben, um die finanzielle Stabilität zu gewährleisten.
Die Zeit drängt. Das Conference-League-Los fällt am 3. August, die ersten K.o.-Runden sind für den 20. und 27. August angesetzt. Eine Wiederholung der chaotischen Transferphase des Vorjahres, als man bis zum 1. September auf neue Spieler wartete, darf sich nicht wiederholen. Das wäre ein fataler Fehler.

Celestini: der mann für die stunde?
Hinter den Kulissen arbeitet Ángel Torres seit Monaten an Alternativen, sollte Bordalás Getafe tatsächlich verlassen. Und der gewählte Nachfolger ist ein Mann, der in Getafe eine besondere Geschichte schrieb: Fabio Celestini. Der ehemalige Getafe-Spieler (2005-2010), der zwischenzeitlich eine beeindruckende Karriere in der Schweiz absolvierte und zuletzt als Trainer des FC Basel die Superliga und den Schweizer Cup gewann, hatte bereits vor Monaten einen Vorvertrag bei Getafe unterzeichnet.
Celestini, der nach einer erfolgreichen Zeit beim CSKA Moskau entlassen wurde, wo er trotz eines noch laufenden Vertrages keine Chance auf eine weitere Saison hatte, kehrte nun in die Nähe seines früheren Wirkungsortes zurück. Seine Worte in einem Interview mit Radio MARCA zeugen von tiefer Verbundenheit: „Es ist mein Zuhause, ich habe eine Zuneigung zu diesem Verein.“
Sollte Bordalás Getafe verlassen, würde Celestini als zwölfter Trainer in der Primera División Geschichte schreiben. Die Frage ist, ob er die Aufgabe meistern kann, den Erfolg des „Magier von Getafe“ fortzusetzen. Die Fans hoffen es – denn die Europa League-Qualifikation muss unbedingt gehalten werden.
