George russell knallt den hammer: mercedes-sprint in china, verstappen versinkt
George Russell jagt den Mercedes W-27 wie einen Gletscher durch Shanghais heiße Asphaltwüste. 23 Runden, 100 Kilometer, keine Atempause – und am Ende steht der Brite wieder oben auf dem Podest. Sein zweiter Sieg in Serie nach Melbourne. Die Konkurrenz schaut alt aus.
Der 28-Jährige riss sich im ersten Anbremsen die Spitze von Teamkollege Lewis Hamilton weg, presste den Silberpfeil in Kurve 1 so hart auf die ideale Linie, dass selbst Charles Leclerc im roten Ferrari nur Staub schluckte. „Guter Job, anfangs etwas holprig“, funkt Russell knapp über Boxenfunk – seine Version von Jubel.
Verstappen erlebt die hölle auf acht rädern
Während Mercedes jubelt, erlebt Max Verstappen die Anti-Weltmeisterschaft. Startplatz acht, danach nur noch Rückwärtsgang. Red Bull RB-22? Mehr ein Schaukelpferd. „Alles, was schiefgehen kann, ging auch schief“, murrt der Niederländer mit versteinertem Gesicht. Neunter Platz, null Punkte – seine Serie von 15 Podesten in Serie reißt. Die Konkurrenz rieht Blut.
Die Causa Verstappen beschäftigt auch Mercedes-Chef Toto Wolff. „Das war einfach richtig reif“, lobt er Russells Fahrweise – und meint damit die kalte Präzision, mit der der ehemalige Williams-Pilot seine Reifen am Leben hielt. Denn die neue Sprint-Regel verlangt: keine Reifenwechsel, keine zweite Chance. Wer hier brennt, brennt ab.

Hülkenberg und antonelli – deutsches pech im minutentakt
Deutschland wird zur Nebenrolle. Nico Hülkenberg stoppt seinen Audi in Runde 13 – Motorschaden, keine Warnung. Noch während der erste Deutsche die Boxengasse entlangschiebt, rächt sich Kimi Antonelli’s Übermut. Der 19-jährige Italiener räumt Red-Bull-Jungstar Isack Hadjar ab, Trümmer flattern über die Startgerade, zehn Sekunden Strafe. Aus dem Traum von Punkten wird Pflichttermin beim Stewards.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Mercedes erobert 15 von 24 möglichen Sprintpunkten, Ferrari kassiert zwölf, Red Bull bleibt leer. Nach zwei Rennen führt Russell mit 43 Zählern vor Leclerc (35) und Hamilton (30). Die Saison ist noch jung, aber schon jetzt zeigt sich: Wer in 2026 früh träumt, muss bei Mercedes anklopfen.
