Georg koch gestorben: fußball trauert um torwart-legende
Der deutsche Fußball hat einen seiner beständigsten Torhüter verloren. Georg Koch ist am 4. März 2026 im Alter von nur 54 Jahren gestorben – an den Folgen eines Bauchspeicheldrüsenkrebses, der im April 2023 diagnostiziert wurde. Die Ärzte gaben ihm damals noch sechs Monate. Er kämpfte fast drei Jahre.
Ein leben zwischen den pfosten – von erkenschwick bis eindhoven
Koch war kein Torwart, der in Schlagzeilen lebte. Er war einer, der einfach da war – verlässlich, unaufgeregt, über zwei Jahrzehnte hinweg. Aufgewachsen in Bergisch Gladbach, begann er seine Karriere Anfang der 1990er Jahre bei der SpVgg Erkenschwick. Was folgte, war eine Laufbahn, die sich über die halbe Fußballlandschaft Deutschlands und darüber hinaus erstreckte: PSV Eindhoven, Dinamo Zagreb, Rapid Wien – Koch war mehr als ein Bundesligakeeper, er war ein Reisender des europäischen Fußballs.
Die Zahl, die am deutlichsten spricht: 213 Bundesliga- und 165 Zweitligaspiele. Insgesamt 378 Pflichtspiele allein in den beiden höchsten deutschen Ligen. Das ist keine Karriere. Das ist ein Lebenswerk.

Fortuna düsseldorf – seine größte bühne
Die meisten dieser Spiele absolvierte Koch im Trikot von Fortuna Düsseldorf. 118 Mal hütete er dort das Tor und erlebte mit dem Klub einen bemerkenswerten Durchmarsch: von der damals drittklassigen Oberliga bis in die Bundesliga. Ähnliche Aufstiege gelangen ihm auch mit MSV Duisburg und Arminia Bielefeld – Koch war offenbar ein Mann, der Vereine nach oben zog.
Fortuna Düsseldorf reagierte auf seinen Tod mit einer Stellungnahme, die selten so aufrichtig klingt wie in diesem Fall: „Die Fortuna nimmt in großer Trauer Abschied von Georg Koch und wird ihm allzeit ein ehrendes Andenken bewahren.
