Gensheimer-abgang: kretzschmar kritisiert löwen-entscheidung!

Die Entscheidung der Rhein-Neckar Löwen, Handball-Superstar Uwe Gensheimer eine neue Rolle als Scouting-Experte und Internationalisierungsbeauftragter anzubieten, sorgt weiterhin für Gesprächsstoff. Nun meldet sich auch Ex-Sportvorstand Stefan Kretzschmar zu Wort und äußert deutliche Zweifel an der Vorgehensweise des Vereins, die er offen als Fehlentscheidung bezeichnet.

Die ikone degradiert? kretzschmars zweifel

Die ikone degradiert? kretzschmars zweifel

Im Podcast „Kretzsche & Schmiso“ ließ Kretzschmar seine Verblüffung kaum verbergen. „Ganz ehrlich, Uwe Gensheimer ist ein Scouting-Netzwerk. Nichts anderes hat er die letzten Monate und anderthalb Jahre bei den Rhein-Neckar Löwen gemacht“, so der frühere Sportvorstand. Er versteht nicht, warum man von einem Spieler, der primär auf seine sportliche Leistung fokussiert sein sollte, nun die Kaderplanung abverlangt. „Wir sind ja nicht im Fußball, wir sind im Handball“, betonte Kretzschmar.

Was besonders aufstößt, ist die offizielle Begründung des Vereins. Der Satz, dass die „Entwicklung der Rhein-Neckar Löwen nicht zufriedenstellend“ sei oder die „Kaderzusammenstellung uns nicht zufriedenstellgestellt“ habe, lässt Kretzschmar die Augenbrauen hochziehen. „Da habe ich mich kurz gefragt, wer macht das denn aktuell gerade so viel besser? Und was war denn da jetzt nicht zufriedenstellend in den letzten Jahren für das, was man ist und woher man kommt?“, fragt er rhetorisch.

Kretzschmar sieht die Transfers der letzten Zeit, insbesondere die von Haukur Thrastarson und Dani Baijens, sowie die Vertragsverlängerungen mit Jannik Kohlbacher und David Späth, ganz klar als Verdienst Gensheimers. Er betont, dass der Spieler eine „Idee“ hatte und über „Überzeugungskraft“ verfügte, um talentierte Spieler nach Mannheim zu holen. „Also für mich hat das, was er gemacht hat, was er ist und was er darstellt, wie die Faust aufs Auge gepasst für den Rhein-Neckar Löwen“, erklärte er.

Die Degradierung, wie Kretzschmar sie nennt, erscheint ihm daher nicht nur unklug, sondern auch respektlos gegenüber einer Vereinsikone. Die Frage bleibt, ob die Rhein-Neckar Löwen mit dieser Entscheidung langfristig den richtigen Weg gehen oder ob sie einen ihrer größten Stars unnötig verprellt haben. Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, ob die neue Strategie greift und ob das Scouting-Netzwerk von Gensheimer tatsächlich den erhofften Erfolg bringt.

n