Gasperini zieht notbremse: doppelsechs mit malen und vaz soll roma retten

Kein Europacup, kein Trost: Die Roma schlägt heute gegen Lecce zurück – oder sie versinkt. Nach dem Pokal-K.o. zwingt Trainer Gasperini seine letzte Karte auf: Malen neben dem 19-jährigen Vaz von Anfang an. Das Duo soll das vierte Champions-League-Ticket noch klauen.

Die not-formel: zwei stürmer, ein loch rechts

Die not-formel: zwei stürmer, ein loch rechts

Malen traf in elf Partien achtmal, doch allein läuft er sich fest. Mit Vaz als Target-Player rückt der Holländer ins Halbraum, wo er tödlich ist. Dahinter klafft aber ein Abgrund: Rechtsverteidiger Mancini ist zurzeit ein Freiluftpark für Gegenspieler – Juve, Como, Bologna schossen dort ihre Tore. Gegen Lecces Flügelstürmer Banda droht dieselbe Szene.

Die Friedkins forderten beim Krisengipfel in Trigoria Kampf statt Kalkül. Für Gasperini heißt das: Pisilli und Pellegrini – beide Römer – sollen Tempo und Emotion liefern. Pisillis Nationalteam-Nominierung durch Gattuso treibt ihn an, Pellegrini spielt trotz auslaufendem Vertrag auf Revanche.

Die Statistik schreit Warnung: Lecce traf bei 52 % ihrer Standards, Roma kassierte bei 52 % der Gegenvorstöße. Di Francesco, heute mit der Gäste-Mannschaft, wartet nach 15 Duellen mit Lecce immer noch auf einen Sieg gegen seinen Ex-Klub. Er will ihn mit Freistoß-Schwäche erzwingen.

Die Uhr tickt. Verliert die Roma, liegt sie sieben Punkte hinter der Champions-League-Relegation. Dann bleibt nur noch die ewige Erklärung: Nächstes Jahr wird alles besser. Gasperini aber muss heute liefern – sonst liefert der Klub die Rechnung für sein Experiment.