Gasperini nimmt nur 21 mann mit nach genua – dybala und soulé fehlen

Die Roma reist mit klarem Personalnotstand zum Top-Spiel am Sonntag (18 Uhr) ins Stadio Luigi Ferraris. Trainer Gian Piero Gasperini konnte lediglich 21 Profis auf die Verpflichtungsliste setzen – und das bei einer Aufgabe, die über die Europacup-Ränge entscheiden könnte.

Der Coach musste in der Pressekonferenz vom Freitagnachmittag die Lage erklären: Paulo Dybala, Matías Soulé, Mario Hermoso und der gesperrte Wesley bleiben in der Hauptstadt. Die Verletztenliste liest sich wie ein Who-is-Who der offensiveur Drehscheibe. Dazu kommen die Langzeitpatienten Artem Dovbyk und Lewis Ferguson, deren Comeback weiter auf sich warten lässt.

So formiert gasperini die not-elf

Im Tor darf Rui Patrício nach seiner Leistenoperation noch nicht ran, deshalb bleibt Mile Svilar gesetzt. Die Viererkette wird vermutlich aus Rensch, Mancini, Ndicka und Angelino bestehen – eine Mischung aus Erfahrung und Tempo. Im Mittelfeld übernehmen Bryan Cristante und Lorenzo Pellegrini die Führungsrolle, flankiert von El Aynaoui und Kone, die für Ballsicherheit sorgen sollen.

Die einzige echte Spitze ist jetzt Donyell Malen. Der Niederländer lief in der Woche im Training 34 km/h und soll mit seinen Außenläufen die Genue-ser Abwehr sprengen. Alternativ bereitstehen El Shaarawy und Zaragoza, zwei Joker, die in engen Räumen noch einmal Zündstoff besitzen.

Was die zahlen verraten

Was die zahlen verraten

Die Roma kassierte in den letzten fünf Serie-A-Spielen nur zwei Gegentore – beide nach Standards. Genoa hingegen traf in dieser Saison zu 38 % nach Eckbällen, Spitzenwert der Liga. Das Duell wird sich dort entscheiden, wo Struktur auf Chaos trifft. Gasperini schickte seine Videoanalysten bereits dreimal ins Castello di Lungomare, um die Bewegungsmuster der Rossoblu zu entschlüsseln.

Die Auswärtsbilanz spricht gegen die Roma: sechs Pleiten in Folgebeim Ligaspiel in Genua, zuletzt ein 1:3 vor zwei Jahren. Doch diese Statistik kennt der Coach, und er hasst sie. „Wir fahren hin, um sie zu brechen, nicht um sie zu bestätigen“, sagte er und wirkte dabei fast schon entrückt.

21 Namen, 90 Minuten, ein Saisonwendepunkt. Wenn die Roma gewinnt, rückt die Champions-League-Quali in Reichweite. Verliert sie, kann der Rückstand auf Platz vier auf sechs Punkte anwachsen. Die Rechnung ist simpel, die Lage dramatisch. Und Gasperini hat nur eine Bank voller Ersatz, keine Bank voller Antworten.