Fußball-wm 2026: euphorie bleibt aus – nur wenige deutsche fiebern mit
Die Vorfreude auf die Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika hält sich in Deutschland weiterhin in Grenzen. Eine neue Umfrage zeigt, dass nur noch 16 Prozent der Deutschen keinerlei Spiele verfolgen wollen – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu 2022, aber immer noch weit entfernt von früheren WM-Heuschrecken.

Das turnier in den usa, mexiko und kanada: eine wende?
Die Ergebnisse der Studie, die von der Universität Hohenheim veröffentlicht wurde, werfen ein Schlaglicht auf die veränderte Wahrnehmung von Großereignissen im Fußball. Vor vier Jahren, zur WM in Katar, lag der Anteil derjenigen, die keine Spiele sehen wollten, noch bei 27 Prozent. Ein signifikanter Unterschied, der zeigt, dass das Interesse zwar gestiegen ist, aber die frühere, fast schon manische WM-Euphorie längst verflogen ist. Markus Voeth, Studienleiter der Universität Hohenheim, betont: „Dabei ist das allgemeine Interesse an Fußball und Sport über die Jahre hinweg bemerkenswert stabil geblieben.“
Aber es ist nicht nur das fehlende Interesse, das die Forscher beobachtet haben. Auch die Erwartungen an das Turnier sind gedämpft. Weniger als ein Viertel der Befragten rechnet mit positiven Auswirkungen auf den Tourismus und die Wirtschaft. Das neue Format mit 48 Teilnehmern und die vermehrten Show-Elemente stoßen bei vielen Fans auf Ablehnung. Die „Eventisierung des Fußballs“ wird zunehmend kritisch gesehen.
Die Umfrage, durchgeführt zwischen dem 24. April und dem 10. Mai mit einer repräsentativen Stichprobe von 1000 Personen, zeigt eine deutliche Skepsis gegenüber dem kommerziellen Ausrichtung des Fußballs. Während die Fußballfans weiterhin dem Sport verbunden bleiben, scheint die Begeisterung für die großen Turniere nachzulassen. Es bleibt abzuwarten, ob die Spiele in den USA, Mexiko und Kanada das Interesse nachhaltig wiederbeleben können.
Ein Detail, das oft übersehen wird: Die Frage, ob die Deutsche Fußballnationalmannschaft überhaupt in der Lage ist, ein Interesse zu wecken. Die jüngsten Leistungen lassen wenig Hoffnung auf ein erfolgreiches Abschneiden zu. Das könnte die fehlende Euphorie zusätzlich verstärken.
