Fußball-chaos: santander, deportivo und eldense in disziplinarmaßnahmen!

Schlagzeilen, die in der spanischen Fußballwelt für heftige Diskussionen sorgen: Die Staatskommission gegen Gewalt, Rassismus, Xenophobie und Intoleranz im Sport hat schwere Sanktionen gegen drei Vereine verhängt. Racing Santander, Deportivo La Coruña und Eldense müssen mit Stadionverboten und empfindlichen Geldstrafen rechnen – ein deutliches Signal gegen zunehmende Unsportlichkeit.

Racing santander: eskalation beim aufstieg

Der Aufstieg in die erste Liga sollte ein Fest der Freude sein, endete aber in einem chaotischen Szenario. Die Staatskommission schlägt eine Strafe von 200.000 Euro und die Schließung des Estadio El Sardinero für zwei Monate vor. Ein Bericht der Nationalen Sportbehörde der Polizei National dokumentierte eine Masseninvasion des Spielfelds nach dem Spiel gegen Real Valladolid und den Einsatz zahlreicher Bengalos. Besonders alarmierend war der ungehinderte Zutritt von Fans, die das Stadion überläuften und dabei gefährliche Situationen durch Staus und Gedränge verursachten – mehrere Kinder wurden verletzt.

Das Bild, das die Überwachungskameras lieferten, ist brisant: Ein Sicherheitsbeamter des Clubs öffnete eine Tür und forderte die Fans mit deutlichen Gesten zum Betreten auf. Ein Verhalten, das die Staatskommission als sehr schwerwiegenden Verstoß einstuft und dem Racing Santander bereits die 17. Strafe seit der Saison 2015/2016 einbringt.

Deportivo la coruña: ultra-unterstützung und drohnen-chaos

Deportivo la coruña: ultra-unterstützung und drohnen-chaos

Auch der Deportivo La Coruña muss sich mit Konsequenzen auseinandersetzen. Ein monatelanges Stadionverbot und eine Strafe von 80.000 Euro sollen für die Vorfälle nach dem Spiel gegen UD Las Palmas verhängt werden. Die Fans stürmten das Spielfeld, zündeten Pyrotechnik, rissen Rasenstücke heraus und demontierten Sitzplätze. Die Sicherheitsbeauftragten sprachen von einer massiven Gefährdung der Anwesenden und erheblichen Beschädigung der Sportanlagen.

Doch damit nicht genug: Die Polizei National stellte fest, dass Spieler des Teams die Ultra-Gruppe Riazor Blues aktiv unterstützten. Während der Ehrenrunde verteilten zwei Spieler sogar zwei Fahnen mit dem Wappen dieser Gruppe an die Fans. Die Staatskommission hat die Riazor Blues als gewaltbereite Gruppe eingestuft und verbietet jegliche Förderung oder Unterstützung dieser Gruppe. Ein weiteres Ärgernis: Ein unautorisiertes Drohnenflugwerk im Stadion während der Ehrung der Mannschaft, trotz ausdrücklichen Verbots durch den Sicherheitsbeauftragten.

Eldense: aggression gegen gegnerischen spieler

Eldense: aggression gegen gegnerischen spieler

Und auch der Eldense wird zur Rechenschaft gezogen. Nach dem Spiel gegen Atlético Madrileño kam es zu einer Flut von Fans auf das Spielfeld. Ein Ultra riss ein Fahnchen heraus und griff einen gegnerischen Spieler an, wenn auch ohne ihn zu verletzen. Die Polizei National betonte die Schwierigkeit, die Sicherheit in solchen Situationen zu gewährleisten, selbst wenn sie in einer festlichen Atmosphäre stattfinden. Eine Geldstrafe von 10.000 Euro und ein einmonatiges Stadionverbot stehen für den Verein an.

Neben diesen drei Vereinen wurden auch Betis Sevilla, Zamora CF und Atlético Sanluqueño für Verstöße gegen das Sportgesetz bestraft. Die Strafen reichen von Rauchbomben im Stadion bis hin zu umgestürzten Mauern – ein deutliches Zeichen dafür, dass die Staatskommission die Einhaltung der Regeln ernst nimmt. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie die Vereine auf diese Maßnahmen reagieren und welche langfristigen Konsequenzen sich daraus ergeben werden.