Fürth verpasst sprungplatz: remis im derby hält am strich!
Ein bitterer Punktgewinn für die SpVgg Greuther Fürth im Frankenderby gegen den 1. FC Nürnberg. Vor ausverkauftem Haus endete das Spiel mit einem 1:1, das die Franken zwar am Leben hält, aber den Kampf um den Klassenerhalt deutlich erschwert. Zwei Spieltage vor Saisonende ist die Lage angespannt, obwohl die Konkurrenz punktgleich ist – die Hoffnung stirbt zuletzt, aber die Leistung der letzten Wochen lässt wenig Raum für Optimismus.
Die erste halbzeit: fürth im angriff
Die Partie begann mit großem Druck der Fürther, die sich von Beginn an als das entschlossene Team präsentierten. Felix Higl war bereits in der siebten Minute nah am Tor, sein Schuss landete jedoch nur am Außenpfosten. Der Führungstreffer durch Noel Futkeu in der 14. Minute war dann aber nur die logische Konsequenz der Anfangsoffensive. Der Treffer des jungen Stürmers, der im Sommer zu Eintracht Frankfurt wechselt und seinen 17. Saisontreffer erzielte, löste natürlich Jubel aus – obwohl der VAR die Situation aufgrund einer möglichen Abseitsstellung prüfen musste.
Aber das Spiel war noch lange nicht entschieden. Nürnberg zeigte sich nun belebt und erhöhte den Druck auf das Fürther Tor. Fabio Gruber gelang es in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, den Ausgleichstreffer zu erzielen und das Spiel wieder zu ordnen. Das Team von Miroslav Klose nutzte die erste wirklich gefährliche Aktion vor dem Tor und brachte die gegnerische Abwehr in Verlegenheit.

Zweite halbzeit: chancenverwertung mangelware
Nach der Pause wirkten die Fürther gehemmt und konnten ihre Chancen kaum mehr verwerten. Higl und erneut Futkeu scheiterten an dem glänzend aufgelegten Keeper des 1. FC Nürnberg, Jan Reichert. Die fehlende Durchschlagskraft im Angriff wurde nun deutlich zum Problem.
Die Taktik von Heiko Vogel war offensichtlich zu durchsichtig und ließ die Nürnbergerabwehr problemlos lesen. Die letzten sechs Spiele zeigen deutlich, dass die Defensive der SpVgg anfällig ist und die Offensive zu wenig Gefahr ausstrahlt. Die Hinrunde, in der Fürth als Überraschungsteam der Liga galt, scheint in weiter Ferne. Die Erfolge von 2002 und 2013, als die Franken in der Bundesliga spielten, wirken wie ein ferner Traum.
Die SpVgg Greuther Fürth muss sich nun in den kommenden Spielen gegen Hertha BSC und Fortuna Düsseldorf unbedingt steigern, wenn sie den Abstiegskampf erfolgreich bestreiten wollen. Die Punktgleichheit mit der Konkurrenz ist zwar ein Lichtblick, aber die Leistung in den letzten Spielen war alles andere als überzeugend.
Die Fans im Ronhof sahen ein Derby voller Emotionen, das am Ende jedoch nur mit einem Punktgewinn und einer komplizierten Situation im Abstiegskampf endete. Die Frage, ob die Franken die Kurve kriegen, beantwortet dieses Spiel leider nicht.
