Füllkrug fordert leao heraus – milan zittert vor torino um platz zwei
San Siro wird zur Schicksalsarena. Nach dem Debakel in Rom droht dem Milan nicht nur die zweite Saisonpleite, sondern der Verlust der Champions-League-Startplätze. Maximiliano Allegri zieht die Notbremse und setzt auf Niclas Füllkrug – den deutschen Torjäger, der bisher nur einmal von Beginn an auflief.
Warum füllkrug jetzt doch rückt
Die Statistik ist gnadenlos: Mit Rafael Leao und Christian Pulisic vorne erzielte der Serie-A-Zweite in den letzten fünf Partien nur vier Treffer. „Wir brauchen mehr Präsenz im Strafraum“, sagte Allegri nach dem 1:2 gegen Lazio, und genau diese physische Präsenz bringt Füllkrug mit. Der 31-Jährige war in 19 Bundesliga-Einsätzen für Dortmund noch an 21 Toren direkt beteiligt (13 Tore, 8 Vorlagen). Seine einzige Milan-Startelf-Premiere endete 1:1 gegen Florenz – und genau diese Formation steht wieder auf dem Plan.
Leao muss befürchten, dass seine Ego-Attacke nach dem Auswechseln im Olimpico nun auf die Rechnung kommt. Die Wogen zwischen ihm und Pulisic glätteten sich zwar, doch Allegri schert das nicht. „Ich wähle die Elf, die gewinnt, nicht die, die beliebt ist“, ließ er durchsickern.

Rotation in der dreierkette und im mittelfeld
Wechsel gibt es auch links in der Abwehr: Davide Bartesaghi ersetzt den nach einem schwachen Derby-Debakel degradierten Estupinan. In der Zentrale kehrt Adrien Rabiot zurück, nachdem seine muskulären Probleme abgeklungen sind. Den letzten Platz im Mittelfeld-Dreieck machen Ricci und Fofana heute Nachmittag im Training unter sich aus – Ricci steht für Ballbesitz, Fofana für Power.
Verzichten muss Allegri weiterhin auf Gabbia (Leisten-OP) und Loftus-Cheek (Kieferbruch). Beide hoffen, nach der Länderspielpause am 6. April in Neapel dabei zu sein – ein Risiko, das der Klub nur eingehen wird, wenn die medizinischen Tests vorher ein klares Okay liefern.
Der Druck ist riesig. Gewinnt Milan nicht, rückt Atalana auf zwei Punkte heran. Der Traum vom Titel ist längst vom Leben erstickt, nun geht es ums nackte Überleben in der Königsklasse. Für Füllkrug könnte der heutige Abend die Befreiung vom Joker-Status sein – oder die nächste Bank-Demütigung. San Siro wird entscheiden.
