Füchse berlin: silbergewinn trotz beeindruckender leistung!
Köln – Die Enttäuschung ist greifbar, doch die Füchse Berlin haben im Champions-League-Finale gegen den FC Barcelona gezeigt, was in ihnen steckt. 34:37 – knapp, bitter, aber auch ein Beweis für die enorme Entwicklung des Hauptstadtclubs. Ein Finale verloren, aber an Größe gewonnen – das Fazit von Trainer Carlos Ortega und seinen Schützlingen.

Barcelona feiert, berlin blickt nach vorn
Die katalanische Freude nach dem Schlusspfiff war ungetrübt. Präsident Joan Laporta, normalerweise eher für seine Fußball-Eskapaden bekannt, ließ seine Emotionen freien Lauf und umarmte seinen Erfolgstrainer. Ein krasser Gegensatz zu den Bildern der Berliner Spieler, die mit gesenktem Kopf die Halle verließen. Doch unter der Oberfläche schlummert eine tiefe Anerkennung – für die eigene Leistung, für den Fortschritt der Mannschaft und für die Herausforderung, die sie Europaweit darstellen.
Die Füchse hatten sich dem Angriff des FC Barcelona mit aller Macht widersetzt. Nils Lichtlein und Co. kämpften verbissen, zeigten Herz und Leidenschaft. Aber die Erfahrung und die individuelle Klasse der Spanier, insbesondere ihr herausragender Torwart, machten letztendlich den Unterschied. „Es war ein hartes Stück Arbeit, wir haben alles gegeben. Barcelona war einfach in der entscheidenden Phase etwas effizienter“, so ein sichtlich erschöpfter Mathias Gidsel nach dem Spiel.
Die Saison der Füchse war geprägt von Umbrüchen. Nach dem überraschenden Abschied von Trainer Jaron Siewert und Sportvorstand Stefan Kretzschmar stand Nicolej Krickau vor der schwierigen Aufgabe, das Team neu zu formen. Doch er schaffte es, eine Einheit zu schaffen, die trotz zahlreicher personeller Veränderungen konstant auf höchstem Niveau agierte. Der Gewinn des DKB-Pokals und der erneute Einzug ins Final Four der Champions League sind der Beweis dafür.
Doch die Reise geht weiter. Im Sommer verlassen Leistungsträger wie Dejan Milosavljev und Lukas Herburger den Verein, neue Spieler wie Simon Pytlick und Dika Mem werden die Mannschaft verstärken. „Wir werden uns neu finden, stärker zurückkommen und erneut um die Titel kämpfen“, verspricht Gidsel. Die Füchse Berlin haben bewiesen, dass sie zu den europäischen Handball-Spitzenklubs gehören – und sie werden alles daransetzen, im nächsten Jahr einen Schritt weiter zu gehen.
Die Niederlage mag schmerzen, aber sie ist auch eine Motivation. Die Füchse Berlin haben sich einen Namen gemacht, und sie werden nicht ruhen, bis sie endlich den ersehnten Champions-League-Titel in den Händen halten.
