Füchse berlin krönen pokal-saison: sensation verfehlt!

Köln – Die Füchse Berlin haben im DHB-Pokalfinale den Bergischen HC mit 42:33 deklariert und damit die jüngste Erfolgsserie des Hauptstadtclubs unterstrichen. Ein Tor-Feuerwerk besiegelte den zweiten Titelgewinn in der Pokalgeschichte der Füchse, während für den BHC der Traum von einem historischen Doppelpack geplatzt ist.

Gidsel und andersson dominieren die partie

Gidsel und andersson dominieren die partie

Vor 19.750 Zuschauern in der Lanxess Arena präsentierten sich die Berliner als die klar überlegene Mannschaft. Mathias Gidsel, der erstmals in seiner Karriere in Köln einen Titel feiern konnte, steuerte neun Treffer bei, doch der dänische Landsmann Lasse Andersson glänzte mit beeindruckenden zehn Toren und sicherte sich damit die Auszeichnung als bester Werfer des Spiels. Das Finale war das torreichste der Pokalgeschichte, ein Spiegelbild der offensiven Leistungen beider Teams.

Der BHC, der sensationell den Champions-League-Sieger SC Magdeburg im Halbfinale ausgeschaltet hatte, wirkte sichtlich erschüttert von der BerlinerDominanz. Trotz eines zwischenzeitlichen Ausgleichs zum 5:5 und mehrerer Bemühungen, das Spiel wieder auf ein Tor zu verkürzen, konnten sie den starken Berliner Angriff nie wirklich kontrollieren. „Gegen zwei Uhr habe ich es geschafft, zu schlafen. Aber das ist keine Ausrede“, kommentierte BHC-Profi Noah Beyer unmittelbar vor dem Anwurf. Seine Worte sollten sich als Prophezeiung erweisen.

Der Bundestrainer Alfred Gislason hatte bereits in der ARD festgestellt: „Eine perfekte zweite Halbzeit wäre nötig gewesen, um von einem Sieg zu träumen.“ Doch die Bergischen waren dem weit entfernt. Die Füchse demonstrierten eine Killermentalität, die dem SC Magdeburg am Vortag fehlte. Ein 5:1-Zwischenspurt brachte die Entscheidung, und der Vorsprung wuchs bis auf acht Tore an.

Für den BHC, dessen Bundesliga-Ambitionen weiterhin intakt sind, gilt es nun, die Enttäuschung schnell zu verdauen. Das Team von Trainer Bennet Wiegert muss sich fragen, ob eine erfolgreiche Teilnahme am Champions-League-Final Four im Juni realistisch ist, angesichts der gezeigten Leistung am Wochenende.

Die Füchse Berlin hingegen können jubeln. Neben dem Pokalsieg winkt ihnen ein Preisgeld von 200.000 Euro und die Vorfreude auf weitere sportliche Herausforderungen. Die jüngere Vereinsgeschichte des Hauptstadtklubs wird mit diesem Erfolg nun um ein weiteres Kapitel reicher.