Füchse berlin demütigen thw kiel: vierter sieg im vierten duell!

Ein Handball-Spektakel in Kiel! Die Füchse Berlin haben dem THW Kiel erneut die Überlegenheit demonstriert und den vierten Test in dieser Saison gewonnen – nach Supercup, Pokal und Hinspiel. Mit einem deutlichen 35:28-Erfolg festigten die Berliner ihren Platz an der Spitze und ließen die Zebras alt aussehen.

Reinkinds torfestival und taktische schachzüge

Die Partie begann vielversprechend für die Füchse, die schnell einen komfortablen Vorsprung herausarbeiteten. Doch die Kieler ließen nicht locker und hielten durch aggressive Verteidigung und starke Gegenstöße stets Kontakt. Besonders Harald Reinkind bereitete den Berlinern Kopfzerbrechen und erzielte sechs Treffer aus dem Rückraum. Mijajlo Marsenic war sichtlich frustriert: „Wir hatten Harald Reinkind gar nicht im Griff, der hat uns kaputt gemacht.“

Ein kurioser Moment prägte die erste Halbzeit: Bence Imre von Kiel profitierte von einem Abpraller und schoss scheinbar den Ausgleichstreffer. Doch die Schiedsrichter sahen einen Kreisverstoß und nahmen den Treffer zurück – ein umstrittener Moment, der die Berliner zusätzlich aufhorchen ließ. So ging es mit einem knappen 18:16 für Berlin in die Pause.

Filip Jicha ließ seiner Mannschaft vor dem Spiel keine Wahl: „Ich habe nicht mit sechs Jahren als kleiner Junge angefangen, Handball zu spielen, um dann Spiele mit Absicht zu verlieren. Niemals.“ Diese Worte hallten wider in einem Spiel, in dem taktische Spielchen keine Rolle spielten. Die Füchse wollten unbedingt gewinnen, vor einer ausverkauften Halle.

Lichtleins aufstieg und gidsels präzision

Lichtleins aufstieg und gidsels präzision

Nach einer Phase der Stagnation und dem Ausfall von Lasse Andersson, der erst in der 42. Minute seinen ersten Treffer markierte, sprang Nils Lichtlein in die Bresche. Der Spielmacher, der zuvor von Bob Hanning kritisiert worden war, präsentierte sich von seiner besten Seite und steuerte sechs Tore und sechs Vorlagen bei. Hanning hatte ihm eine klare Ansage gemacht: „Von Nils muss viel mehr kommen, wir brauchen ihn und er kann das besser.“

Die letzten zehn Minuten gehörten den Füchsen. Angetrieben von Lichtlein und der präzisen Hand von Mathias Gidsel, der achtmal traf, zogen die Berliner das Zepter und bauten den Vorsprung weiter aus. Die Kieler konnten nur noch wenig entgegensetzen und mussten die deutliche Niederlage hinnehmen.

Der Sieg der Füchse Berlin ist nicht nur ein Zeichen ihrer Stärke, sondern auch ein Statement für ihren unbändigen Willen.

Die Berliner zeigen damit, dass sie auch auswärts zu den besten Mannschaften der Liga gehören und den Titel ernst nehmen.