Fsv schöningen: aufstiegskandidat mit durchsetzungsvermögen und klarer haltung!
Die FSV Schöningen hat im Abstiegskampf der Regionalliga Nord überrascht und sich eine komfortable Position erarbeitet. Doch der Triumph gegen Hannover II wurde überschattet von einem inakzeptablen Zwischenfall – eine klare Ansage des Vereins und des Trainers folgte umgehend.
Lob vom gegner: eine anerkennung für harte arbeit
Die Anerkennung kam von unerwarteter Seite: Achim Sarstedt, Sportchef von Hannover 96 und erfahrener Mann im deutschen Fußball, attestierte der FSV Schöningen eine Leistung auf Regionalliganiveau. „Das war wie ein gestandener Regionalligist“, so Sarstedt gegenüber dem Sportlichen Leiter von Hannover. Die Schöninger hatten kaum etwas zugelassen und eiskalt kontert. Selten erhält ein Aufsteiger ein derart positives Feedback von einem so erfahrenen Fachmann, der selbst 16 Jahre lang unter Volker Finke beim SC Freiburg als Co-Trainer tätig war.

Doppelspieltag: sieg und niederlage, aber immerhin eine reifeleistung
Der Doppelspieltag an Ostern brachte gemischte Gefühle für die Schöninger. Gegen den Tabellenführer SV Meppen gab es eine knappe 0:1-Niederlage, die jedoch keine Enttäuschung auslöste. „Wir haben richtig gut gespielt“, betonte Vereinspräsident Karsten Kräcker, der den Fokus auf die Leistung und nicht auf das Ergebnis legte. Das Spiel gegen die starke Reserve von 96 wurde dagegen mit 3:1 gewonnen – ein deutliches Zeichen der Reife und des Durchsetzungsvermögens.

Rassismus im elm-stadion: schöningen distanziert sich unmissverständlich
Der Jubel über den Sieg gegen Hannover wurde jedoch von einem erschütternden Vorfall getrübt. Ein Zuschauer beleidigte Montell Ndikom rassistisch. Die FSV Schöningen reagierte umgehend mit einer deutlichen Distanzierung und einer Stadiondurchsage, die den Vorfall aufs Schärfste verurteilte. Ein Zeichen der Solidarität zeigten sowohl die Spieler als auch die Zuschauer, die nach der Durchsage minutenlang applaudierten. „Solches Verhalten hat in unserem Verein keinen Platz“, erklärte Kräcker entschieden.

Konzentration und engagement gefragt: der blick nach vorne
Trotz des komfortablen Vorsprungs in der Tabelle warnt Kräcker vor Selbstgefälligkeit. „Wir dürfen jetzt nicht den Fehler machen, uns auf unseren Lorbeeren auszuruhen.“ Die kommenden Spiele gegen Altona, Lohne und Norderstedt sind entscheidend im Kampf um den Klassenerhalt. Trainer Christian Benbennek mahnt: „Wir müssen 110 Prozent Konzentration und Engagement zeigen.“ Die Mannschaft muss ihre Routine beweisen und das Mantra des Trainers verinnerlichen: „Wir haben so viel Erfahrung auf dem Platz, wir kriegen das schon hin.“
Die Belastung ist hoch, die Mannschaft ist erfahren, aber nicht unfehlbar. Wie Benbennek feststellt: „Direkt nach dem Spiel am Donnerstag mussten alle in die Eistonne, damit die Beine ein bisschen Frische bekommen.“ Doch die Motivation ist ungebrochen, und die FSV Schöningen will den nächsten Schritt in Richtung eines gestandenen Regionalligisten gehen. Die Saison ist noch nicht entschieden, aber die Schöninger haben sich bewiesen, dass sie dazu in der Lage sind, den Herausforderungen der Regionalliga Nord gewachsen zu sein.
