Fritz ewert: der erste meister von köln, der niemand mehr kennt

Heute vor 36 Jahren starb Fritz Ewert. 1980 war er noch ein junges Gesicht im Tor des 1. FC Köln. 1990 war er bereits Geschichte. Wer redet heute noch von ihm? Niemand. Dabei war er der erste Meisterkeeper der Bundesliga. 26 Spiele, 1964, die Null, die den Titel sicherte. Ein Düsseldorfer im Kölner Tor. Ironie des Sports.

Der rivale, der meister wurde

Ewert kam 1957 vom TuRU Düsseldorf nach Köln. Ein Transfer, der damals wie Verrat war. Er spielte sich in die Herzen der Fans, wurde zur Konstante. 1962 war er schon dabei, als Köln vor der Bundesliga-Gründung Deutscher Meister wurde. Ein Jahr später stand er wieder zwischen den Pfosten. Überath, Schäfer, Thielen – die Namen sind legendär. Doch ohne Ewert wäre nichts gewesen.

Er war kein Showman. Kein Sepp Maier, kein Hans Tilkowski. Er war der Typ, der die Kiste sauber hielt. Keine Sprünge, keine Paraden fürs Fernsehen. Nur sichere Abwehr. 45 Bundesliga-Spiele insgesamt. Eine Zahl, die heute kaum noch wer kennt.

Die nationalmannschaft und das tankstellen-dilemma

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Vier Länderspiele. Das war's. Debüt am 21. Oktober 1959 in Köln gegen Holland. 7:0. Ein Traum. Doch die Konkurrenz war gnadenlos. Tilkowski, Fahrian, später Maier. Ewert hatte keine Chance. 1962 nahm er sich selbst aus dem Rennen. Nach dem Meistertitel machte er sich selbstständig. Eine Tankstelle in Köln. Die Anfangszeit war heilig. Keine WM-Teilnahme. Seine eigene Entscheidung.

Die Karriere ging weiter, aber nicht mehr auf der großen Bühne. 1966 verlor er seinen Platz an Toni Schumacher. Alkmaar, dann zurück nach Düsseldorf. 1973 war Schluss. Danach wurde es still. Zu still.

1990, 53 Jahre alt, war Schluss. Kein großer Abschied. Kein Tränengas. Nur eine Todesanzeige in der Lokalzeitung. Der erste Meisterkeeper der Bundesliga, vergessen von der Nachwelt.

Die Zahl 26 steht für seine Meisterspiele. Die Zahl 53 für sein Lebensende. Zwischen diesen beiden Zahlen liegt eine Geschichte, die niemand mehr erzählt. Bis heute.