Freiburg vor braga-herausforderung: kann atubolus gala den unterschied machen?
Das Halbfinale der Europa League steht vor der Tür, und der SC Freiburg hat das Potential, Geschichte zu schreiben. Doch der portugiesische Herausforderer, Sporting Braga, ist kein gewöhnlicher Gegner. Während die Breisgauer als formstarke Mannschaft ins Rennen gehen, sollte die Unterschätzung des Gegners vermieden werden – Braga hat in der Vergangenheit gegen deutsche Teams bereits für Überraschungen gesorgt.
Atubolus europapokal-wunder: ein schlüssel zum erfolg?
Ein Name sticht in Freiburgs Aufstieg besonders hervor: Torwart Noah Atubolu. Während seine Leistungen in der Bundesliga solide, wenn auch nicht herausragend sind (Platz 11 unter den Stammkeepern mit einer Quote von 65,7 Prozent), verwandelt er sich in Europapokabeläufen in einen wahren Rückhalt. Im Viertelfinal-Rückspiel gegen Celta Vigo hätte er statistisch 1,6 Gegentore hinnehmen müssen – in der Realität war es lediglich eines. Seine Paradenquote von 82,1 Prozent in diesem Wettbewerb ist schlichtweg beeindruckend und würde ihn in der Bundesliga an die Spitze setzen, weit vor Daniel Batz und Gregor Kobel.
Die Torwartstatistik spricht eine deutliche Sprache: Atubolu kassiert in Europa nur alle 154 Minuten ein Gegentor, während es in der Bundesliga lediglich alle 55 Minuten passiert. Ein solcher Torwart ist Gold wert, wenn man den ersten Europa-League-Titel der Vereinsgeschichte anstrebt. Die Frage ist: Kann er diese Gala-Form auch gegen Braga abrufen?

Bekannte gesichter im braga-kader und deutsche vergangenheit
Die Aufgabe wird nicht einfach. Braga, obwohl nur Tabellenvierter in Portugal, hat in den letzten sieben Duellen gegen deutsche Teams fünf gewonnen und nur eines verloren. Die Erinnerungen an frühere Niederlagen gegen Schalke und Werder sollten in Freiburg wachhalten. Auch im Kader von Braga finden sich einige bekannte Gesichter aus der Bundesliga. Bright Arrey-Mbi, einst beim FC Bayern und Hannover 96 aktiv, ist ein Leistungsträger in der Abwehr. Florian Grillitsch vom ehemaligen Hoffenheim und Rodrigo Zalazar, der bei Eintracht Frankfurt, Pauli und Schalke seine Fussballschuhe geschnürt hat, verstärken das Team. Zalazar, der gerade von einer Verletzung zurückkehrt, saß zwar auf der Bank, hat aber zuvor in vier Ligaspielen hintereinander vom Elfmeterpunkt getroffen – ein Beweis für seine Nervenstärke.
Es bleibt abzuwarten, ob Freiburg die Lehren aus der Vergangenheit ziehen und die Stärke von Braga unterschätzen wird. Die kommenden Duelle am 30. April und 7. Mai werden zeigen, ob die Breisgauer tatsächlich das Zeug dazu haben, Geschichte zu schreiben. Ein Sieg in Braga ist Pflicht, um die Ambitionen auf den Europa-League-Titel ernst zu nehmen.
